| 00.00 Uhr

Meerbusch
Tipps zum Schutz vor Einbruch

Meerbusch: Tipps zum Schutz vor Einbruch
FOTO: Ulli Dackweiler
Meerbusch. "Riegel vor" heißt die Aktionswoche der Polizei, in der sie ganz gezielt über Schutz vor Einbrechern informiert. Gestern machte das Mobil auf dem Dr.-Franz-Schütz-Platz in Büderich Station Von Anke Kronemeyer

Es dauerte nicht lange, da hatte Ernst-Hermann Eckes das Fenster aufgebrochen. "Das linke Fenster ist schnell zu knacken, für das rechte bräuchte man ungefähr eine Stunde", erklärt ihm Jochen Hilgers von der Kriminalprävention der Kreispolizeibehörde.

Eckes, der sich gestern auf dem Dr.-Franz-Schütz-Platz über Einbruchsicherungen informieren wollte, war überrascht, wie schnell er in die Wohnung oder ins Haus hätte einsteigen können. Wollte er aber natürlich nicht: Denn das Info-Mobil wurde genau für solche Demonstrationszwecke mit unterschiedlichen Fenstern, Türen und den dazu gehörigen Sicherungen gebaut. Hilgers und seine Kollegen erklärten gestern anderthalb Stunden lang, wie sicher Pilzkopfverriegelungen an den Fenstern sein können ("Wenn sie denn der Norm entsprechen"), wie gut einbruchsicheres Glas sein kann, wie sinnvoll eine ebenfalls schlagfeste Folie zwischen den Fenstern oder auf der Glasscheibe sein kann und wie dicht der Panzerquerriegel eine Tür verschließt. Auch Einbrecher könnten erkennen, dass ein Haus oder eine Wohnung abgesichert sei und würden dann eher von ihrem Einbruchs-Plan abrücken. "Das kostet sie zu viel Zeit, sie wollen ja immer schnell wieder vom Tatort verschwinden."

Das bedeuten die Gaunerzinken

Die Kriminalpolizei hat konkrete Tipps, wie sich jeder vor Einbruch schützen kann:

1.) Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren, auch bei kurzer Abwesenheit.

Einbrüche in NRW 2014 – Daten und Fakten FOTO: Ferl

2.) Auch wenn Sie Haus und Wohnung kurz verlassen: Ziehen Sie die Tür nicht nur ins Schloss, sondern schließen sie immer zweifach ab.

3.) Verstecken Sie Ihre Haus- und Wohnungsschlüssel niemals draußen, denn Einbrecher kennen jedes Versteck.

So schützen Sie sich vor Wohnungseinbruch

4.) Rollläden sollten zur Nachtzeit und keinesfalls tagsüber geschlossen werden. Schließlich wollen sie ja nicht auf den ersten Blick Ihre Abwesenheit signalisieren.

5.) Gekippte Fenster sind offene Fenster und von Einbrechern leicht zu öffnen.

6.) Öffnen Sie auf Klingeln nicht bedenkenlos und zeigen Sie gegenüber Fremden ein gesundes Misstrauen. Nutzen Sie den Türspion und den Sperrbügel.

7.) Achten Sie auf Fremde im Haus oder in Ihrem Wohnungsumfeld und sprechen Sie sie gegebenenfalls an.

8.) Scheuen Sie sich nicht, bei beunruhigenden oder verdächtigen Beobachtungen sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 anzurufen.

Genau das ist der Polizei sehr wichtig: dass sich mögliche Zeugen am besten zeitnah bei der Polizei melden. Die Erfahrung zeigt: Einbrecher wollen nicht viel Zeit mit ihrem Einbruch verbringen und am liebsten ganz schnell über die nächste Autobahn wieder fliehen. Weil ihnen das meistens gelingt, sei die Aufklärungsquote bei Einbruch sehr gering, so Kriminalhauptkommissar Thomas Gilleßen, in der Kreispolizeibehörde Neuss für Prävention und Opferschutz zuständig.

Wer Scheiben klirren hört, Verdächtige in der Nachbarschaft beobachtet, wie sie vielleicht die Gegend ausspähen, solle unbedingt den Notruf wählen, so Gilleßen. Mögliche Zeugen sollten keine Hemmungen haben, die Polizei bei einem Verdacht anzurufen: "Wir kommen lieber einmal zu viel als zu wenig."

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Meerbusch: Tipps zum Schutz vor Einbruch


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.