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Meerbusch
Toben erlaubt auf dem Klettergerüst

Meerbusch: Toben erlaubt auf dem Klettergerüst
Die Schüler sollen sich mehr bewegen: Schon seit dem 8. Dezember steht das neue Klettergerüst auf dem Schulhof der Pastor-Jacobs-Schule. Gestern wurde es offiziell vorgestellt. FOTO: Ulli dackweiler
Meerbusch. Durch eine Initiative von Stadt, Schule, Förderverein und Sponsoren konnte die Pastor-Jacobs-Schule in Lank ein neues Spielgerät anschaffen. Ausreichend Bewegung gehört zum Lernkonzept Von Tim Specks

Schultage können lang sein. Besonders Grundschulkindern fällt es häufig schwer, sich während der gesamten Unterrichtsdauer zu konzentrieren. Schnelle Abhilfe schaffen in solchen Fällen zwei Dinge: frische Luft und Bewegung. In der Pastor-Jacobs-Schule in Lank wird der Bewegung der Schüler sogar solch große Bedeutung zugemessen, dass sie fester Bestandteil des Schulalltags ist. "Der Unterricht ist in Phasen eingeteilt. Wir gehen immer wieder mit den Kindern raus, um für Entspannung und neue Konzentration zu sorgen", sagt Schulleiterin Helga Cloeren. Auf dem Schulhof an der Kemperallee finden die Grundschüler seit kurzem eine neue Bewegungsmöglichkeit: ein großes Klettergerüst, bestehend aus zahlreichen, wild angeordneten Holzstämmen. Gestern wurde es offiziell vorgestellt.

Noch vor einigen Wochen befand sich dort, wo heute das neue Außenspielgerät steht, eine alte Sprunggrube. "Die war aber kaputt, die Kinder haben sie eher als Sandkasten benutzt. Wir haben dann überlegt, wie wir die Situation verbessern können", so Helga Cloeren. Ein Schülerparlament sammelte viele Ideen - ein großes Klettergerüst war gewünscht. Die Lehrer der Pastor-Jacobs-Schule überlegten, welche Art Gerüst am besten zum an der Schule verfolgten Konzept "Lernen durch Bewegung" passt.

Ermöglicht wurde der Bau des neuen Spielgeräts schließlich durch eine Initiative von Schule, Stadt, Förderverein und Sponsoren. Unter anderem durch einen Sponsorenlauf und durch Überschüsse aus der Feier zu ihrem 111-jährigen Bestehen brachte die Schule Geld für die Finanzierung des rund 36.000 Euro teuren Projekts auf. "Einem anonymen Spender gefiel unsere Idee so gut, dass er uns unterstützte", so Cloeren. Auch bei der Stadt kamen die Vision und die Art der Entstehung des Projekts gut an.

Bevor das Gerüst aufgestellt wurde, hob die Ausbildungskolonne des Stadtbauhofs rund 190 Tonnen Boden aus. Nach der Fertigstellung wurde die Spielfläche um das Gerüst mit derselben Menge Spielsand wieder aufgefüllt. Mit dem neuen Klettergerüst bekommt der Schulalltag eine neue Facette. Helga Cloeren: "Das Gerüst bietet eine individuelle Förderung für alle Kinder."

Quelle: RP
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