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Meerbusch
Tödlicher Lkw-Unfall im Autobahnkreuz

Lkw kippt im Autobahnkreuz Meerbusch um
Lkw kippt im Autobahnkreuz Meerbusch um FOTO: Patrick Schüller
Meerbusch. Ein Sattelzug aus den Niederlanden kippte auf die Seite. Der Fahrer wurde im Führerhaus eingeklemmt, konnte nur noch tot geborgen werden. A57 und die Abfahrt der A44 mussten gesperrt werden. Die Feuerwehr war im Großeinsatz Von Martin Röse

Ein 35-jähriger Fernfahrer aus Rumänien ist am Samstagabend bei einem schweren Verkehrsunfall im Autobahnkreuz Meerbusch ums Leben gekommen. Während der Unfallaufnahme und Bergung blieben die Autobahn 57 sowie die Abfahrt von der A44 auf die A57 gesperrt. Der Verkehr staute sich auf bis zu zwei Kilometern Länge.

Gegen 19.45 Uhr war der Mann, der für eine niederländische Spedition arbeitete, mit seinem Sattelzug auf die Seite gekippt und auf der Fahrbahn der A 57 in Richtung Nimwegen liegengeblieben. Dabei wurde der Lkw-Fahrer in seiner Kabine eingequetscht. "Wir haben umgehend mit der technischen Rettung des im Führerhaus eingeklemmten Fahrers begonnen", berichtet Feuerwehrsprecher Peter Schramm. Mit hydraulischem Rettungsgerät öffneten die Einsatzkräfte das Dach der Kabine, um den Schwerverletzten versorgen zu können. Doch für den Fahrer kam die Hilfe zu spät. Er starb noch am Unfallort.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Autobahnpolizei befuhr der 35-Jährige die A44 mit seinem Sattelzug in Richtung Aachen. Am Autobahnkreuz Meerbusch beabsichtigte er, auf die A57 in Richtung Nimwegen zu wechseln. "In der dortigen Tangente kippte das Gespann aus bislang unklaren Gründen auf die Seite, durchbrach eine Schutzplanke und kam auf der Hauptfahrbahn der A57 zum Liegen", so ein Polizeisprecher. Auf dem Auflieger befand sich ein Überseecontainer aus Rumänien.

Weil bei dem Unfall auch der Tank der Zugmaschine aufgerissen wurde, lief eine große Menge Dieseltreibstoff aus. Am Unfallort herrschte Brandgefahr. Die Feuerwehr - ausgerückt waren die Löschzüge Osterath, Strümp, Büderich und Lank - hielt sich für einen Schaumangriff bereit. Die großen Mengen Dieselkraftstoff wurden mit Spezialequipment für Gefahrgut aufgenommen.

Bei dem Unfall hatte der Sattelschlepper nicht nur die Schutzplanke durchbrochen, sondern sie zwischen der Zufahrtsspur und der Hauptfahrbahn aus der Verankerung gerissen. Die Feuerwehr flexte sie auf mehreren mit Spezialwerkzeug ab. Insgesamt 69 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr sowie die Kräfte der hauptamtlichen Wache waren rund zweieinhalb Stunden im Einsatz.

Die Autobahn blieb jedoch noch länger gesperrt. Erst gegen 2.20 Uhr konnte die Autobahnpolizei auch die letzte Fahrspur wieder für den Verkehr freigeben.

Quelle: RP
 
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