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Meerbusch
Trauer um überzeugten Meerbuscher Herbert Jacobs

Meerbusch. Er war Kenner der Zahlen und Finanzen, die sein Berufsleben prägten. Er war Freund der schönen Künste, die seine Freizeit bereicherten. Als Banker und (Kultur-)Politiker hat Herbert Jacobs tiefe Spuren in Meerbusch und im gesamten Kreisgebiet hinterlassen. Nach schwerer Krankheit verstarb er jetzt wenige Tage vor Vollendung seines 82. Lebensjahres.

Als die Stadt Meerbusch kurz nach ihrer Gründung 1970 aufgelöst werden sollte, setzte sich der Wahl-Büdericher vehement für den Erhalt der Stadt ein und engagierte sich in der Initiative "Ja zu Meerbusch". Von 1975 bis 1989 war der Christdemokrat Mitglied des Stadtrates, blieb bis 2009 Mitglied des Kulturausschusses, den er viele Jahre leitete. Daneben engagierte sich Jacobs im Kreistag, in der Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm und beim Deutschen Roten Kreuz. Nach seiner Pensionierung kümmerte er sich insbesondere um das Kulturdenkmal Haus Meer. Wohl kein anderer hat sich so intensiv und fundiert für Würdigung, Erhalt und Weiterentwicklung des geschichtsträchtigen Areals eingesetzt. Seit der Gründung 2001 bis zum vergangenen Jahr war der promovierte Jurist Vorsitzender des Fördervereins Haus Meer. Über den Verein leistete der frühere Chef der Volksbank Neuss nicht nur Aufklärungs-, sondern auch praktische Arbeit, die auf dem Gelände zu sehen ist. Auf rund 11.000 Quadratmetern Fläche wurde der historische Weyhe-Park von Haus Meer seit 2008 Schritt für Schritt von Wildwuchs befreit und saniert. Im Jahr 2005 wurde Jacobs' ehrenamtliche Arbeit mit dem Rheinlandtaler ausgezeichnet. Das Deutsche Rote Kreuz ehrte seinen Einsatz für die Hilfsorganisation 2008 mit dem DRK-Ehrenzeichen. Die Stadt Meerbusch verlieh Jacobs die Verdienstplakette der Stadt.

(lue-/mrö)
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