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Meerbusch
Treudeutsch-Damen sind Tabellenführer

Meerbusch: Treudeutsch-Damen sind Tabellenführer
Die Treudeutsch-Handballerinnen feiern den vierten Sieg im vierten Spiel und die Tabellenführung. FOTO: falk Janning
Meerbusch. Lanks Oberliga-Handballerinnen besiegen Straelen mit 37:21. Auch die Verbandsliga-Herren punkten doppelt. Von Falk Janning

Festtagsstimmung beim TuS Treudeutsch: Beim Heimspieltag auf dem Forstenberg gewinnen alle drei Lanker Teams. Zunächst gelingt den zweiten Herren in der Landesliga der erste Saisonsieg. Dann bezwingt das Team der Handball-Damen den SV Straelen und feiert damit in der Oberliga schon den vierten Erfolg im vierten Spiel. Schließlich setzen sich auch die ersten Herren in der Verbandsliga gegen die HSG Vennickel-Rumeln-Kaldenhausen durch.

Am Ende hieß es vor großer Kulisse 30:21 (14:8) für die Schützlinge von Trainer Hubert Krouß, die sich in dem sehr hitzig und emotional geführten Derby von der harten Gangart des Aufsteigers nicht den Schneid abkaufen ließen. Schon vor dem Anpfiff war die Atmosphäre so giftig und aufgeladen, dass sich einige Spieler aggressiv anrempelten.

Krouß war stinksauer über die unfairen Attacken der HSG, deren Spieler mit allerhand übler und versteckter Fouls arbeiteten (vor allem gegen Mohammad Al-Bonie und Phillip Menkenhagen), sich am Ende aber nur selbst schadeten. Denn die Schiedsrichter ahndeten die Fouls konsequent. Und so agierten die Gäste über weite Strecken der Partie in Unterzahl und luden die Lanker immer wieder zu leichten Toren ein. Nach der Schlusssirene lieferten sich Krouß und HSG-Coach Peter Wiedemann noch ein hitziges Wortgefecht.

Die Lanker agierten als Team insgesamt sehr überzeugend und zeigten ihre stärkste Saisonleistung. Ga-rant des Erfolges war dabei die Defensive, allen voran der überragende Torwart Toni Leygraf, der die HSG-Werfer vor allem im ersten Durchgang mit seinen Paraden schier zur Verzweiflung brachte. Auch im Angriff präsentierten sich die Lanker durchschlagkräftiger als zuletzt. Im ersten Durchgang traf Menkenhagen dabei beinahe nach Belieben. Der wurfgewaltige Halblinke erzielte die ersten drei Tore zur 3:2-Führung und hatte mit seiner Treffsicherheit großen Anteil daran, dass sich sein Team bis zur Pause Schritt für Schritt absetzte. Beim Seitenwechsel hatten die Blau-Weißen einen Sechs-Tore-Vorsprung. "Der Abstand hätte noch größer sein müssen. Im Abschluss müssen wir besser werden, wir dürfen nicht so viele Chancen liegen lassen", sagte Krouß.

In der zweiten Spielhälfte musste der TuS gegen die weiterhin sehr bissigen Gäste auf der Hut sein, gab sich aber keine Blöße und vergrößerte den Vorsprung sogar zwischenzeitlich elf Tore. TDL: Toni Leygraf (Sebastian Gronwald) - Henrik Giesler (1), Tobias Dülberg (1), Phillip Menkenhagen (9), David Kleymann (3), Florian Krantzen (3), Florian Upelj, Mohammed Al-Bonie (9), Fabin Vogel (1), Eric Reiners (2).

Die große Zuschauerkulisse beflügelte auch die Damen des TuS zu ihrer besten Saisonleistung. Die Truppe von Trainer Michael Cisik gewann gegen den SV Straelen mit 37:21 (17:12) und schraubte ihr Punktekonto auf 8:0. "Das war eine Topleistung gegen einen guten Gegner, sowohl spielerisch als auch tak-tisch", sagte der Coach des Vorjahresdritten. Von einem Aufstieg in die 3. Liga möchte er nichts wissen. "Wir streben die Qualifikation für die neu geschaffene Regionalliga an, und dafür müssen wir unter die ersten Sieben kommen", sagt er.

So klar wie das Ergebnis gegen Straelen am Ende ausfiel, so deutlich war die Überlegenheit der Gastgeberinnen zunächst nicht. Zu Beginn der Partie hatten sie einige Probleme, fanden dann aber über eine sicherer werdende Abwehr immer besser zu ihrem Spiel. Beim Stande von 22:17 hielt TuS-Torhüterin Babette Schalley zwei Sieben-Meter-Strafstöße. Da hätte es noch einmal spannend werden können. In Folge zogen die Blau-Weißen aber über 25:17 (47.) und 31:19 (54.) unaufhaltsam davon. Die Gäste machten ihnen das Toreschießen in der Schlussphase aber auch einfach, luden die Blau-Weißen immer wieder zu Konter ein. TDL-Damen: Babette Schalley (Simone Pahmeyer) - Elena Grube (4), Saskia Buiting (1), Joana Jeschke (4), Sarah Rayani (13), Mira van Boesekom, Silke Bellers (1), Janina Fay (1), Birte Pitzen (7), Laura Becker (1), Britta Bellers (2), Kathrin Naeckel (1), Madeleine Hoffmann (2).

Quelle: RP
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