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Meerbusch
TSV geht in Hilden als Sieger vom Platz

Meerbusch. Der TSV Meerbusch hat seine aktuell gute Form am Donnerstagabend trotz eines arg dezimierten Kaders auch beim VfB Hilden bestätigt: Die Mannschaft lag erst zurück, drehte das Spiel aber und gewann am Ende mit 2:1. Von Falk Janning

Die Meerbuscher haben mit diesem Sieg in der Tabelle damit einen weiteren Schritt nach vorne gemacht und Platz fünf für sich zementiert. Mit nun 13 Zählern Vorsprung auf die Abstiegsplätze glaubt beim TSV niemand mehr ernsthaft daran, dass es nach unten noch einmal eng werden könnte. Im Gegenteil: Derzeit ist die Truppe dabei, sich im oberen Tabellendrittel zu etablieren.

Die Trainer Robert Palikuca und Olivier Caillas gehen mit solchen Höhenflügen aber lieber vorsichtig und zurückhaltend um und bleiben wie in den vergangenen Monaten auf dem Teppich, um dadurch Ausschläge nach unten zu verhindern. Caillas weiß aus Erfahrung, dass seine Truppe nach ein paar erfolgreicheren Partien gerne auch mal wieder etwas pomadiger auftritt und den Erfolg mit etwas geringerem Aufwand sucht. "Wenn wir nicht hundertprozentig Gas geben und nur ein kleines bisschen nachlassen, können wir unsere Spiele nicht gewinnen", hatte der Trainer vor dem Anpfiff warnend gesagt.

Und so kam es nun auch wieder in der Partie beim Aufsteiger aus Hilden. Die Gästekicker ließen im ersten Durchgang den Kampfgeist stark vermissen und gerieten folgerichtig kurz vor dem Pausenpfiff gegen die aggressiver und zielstrebiger agierende Hildener Truppe verdient mit 0:1 in Rückstand. Stefan Schaumburg traf für den VfB.

Die Trainer Robert Palikuca und Olivier Caillas machten für den zurückhaltenden Auftritt ihrer Truppe aber auch die Schiedsrichter verantwortlich. "Sie haben so einseitig gepfiffen und uns Gelbe Karten gezeigt, dass sich unsere Jungs gar nicht mehr getraut haben, in die Zweikämpfe zu gehen. Sie haben uns den Schneid abgekauft", sagte Palikuca.

"Alle haben an einem Strang gezogen, auch die Auswechselspieler auf der Bank sind enthusiastisch mitgegangen. Wir haben uns als echte Einheit präsentiert." Der TSV kam nach der Halbzeitpause wie verwandelt aus der Kabine, war aggressiv und bissig, ging nun auch wieder in die Zweikämpfe und riss das Spielgeschehen immer deutlicher an sich. In der 67. Minute traf Robin Kreis zunächst zum 1:1-Ausgleich (67.). Elf Minuten vor dem Ende sorgte Florian Witte nach Vorlage von Lucas Reinhardt für den Siegtreffer.

Weiterhin auf seinen erlösenden achten Saisontreffer wartet Stürmer Denis Schmidt. Sein bislang letztes Tor erzielte er im Dezember beim 3:2-Sieg gegen den TV Kalkum-Wittlaer. Der Stürmer ist engagiert, im Abschluss aber höchst unglücklich derzeit. "Er ist unheimlich wichtig für uns, er muss nur mal wieder ein Ding reinmachen, dann läuft es wieder wie von ganz alleine", so Caillas.

Noch größer sind die Personalprobleme des TSV geworden: Mit Stephan Wanneck und Tim Knetsch fallen zwei wichtige Spieler mit Verdacht auf Muskelfaserriss aus.

Das nächste Spiel findet an Ostermontag (15 Uhr, Nierster Straße) gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter statt.

Quelle: RP
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