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Meerbusch
TSV steht vor Schicksalsspiel

Meerbusch: TSV steht vor Schicksalsspiel
Brian Günther erzielte im Hinspiel gegen Cronenberg drei Treffer beim 7:2-Sieg des TSV. Ein solches Ergebnis wünscht sich der TSV auch für Sonntag. FOTO: faja
Meerbusch. Der TSV Meerbusch steht vor dem nächsten Endspiel gegen den Abstieg aus der Fußball-Oberliga. Am Sonntag (15 Uhr, Horst-Neuhoff-Sportplatz, Hauptstraße, 42349 Wuppertal) muss die Mannschaft zwingend beim Aufsteiger SC Cronenberg gewinnen, um den Klassenerhalt noch schaffen zu können. Von Falk Janning

"Wenn wir das Spiel verlieren, werden wir den Tatsachen ins Auge sehen müssen: Bei dann sieben Punkten Rückstand auf Cronenberg vor den letzten drei Partien wäre der Ofen für uns dann endgültig aus", sagt Teammanager Horst Riege. Mit einem Dreier würden die Blau-Gelben den Rückstand auf Cronenberg dagegen auf einen Zähler verkürzen und können neue Hoffnung schöpfen.

Aber selbst dann wären die Meerbuscher noch lange nicht am rettenden Ufer, denn die folgenden Aufgaben auf der Zielgeraden der Saison mit den letzten drei Partien haben es in sich: Die Truppe von Trainer Wolfgang Jeschke muss mit Germania Ratingen 04/19 und dem VfB Homberg noch gegen zwei Teams aus der oberen Tabellenhälfte antreten. So weit schauen die Meerbuscher aber noch nicht. Die ganze Konzentration gilt zunächst der Partie am Sonntag im Bergischen Land, die den weiteren Weg vorgibt.

"Wir wissen was uns dort erwartet, wir werden dort erneut eine Topleistung abrufen müssen", sagt Riege mit Blick auf das jüngste Erfolgserlebnis des Liganeulings. Denn am Mittwochabend hatten sich die Cronenberger erstaunlich souverän mit 3:0 gegen den Tabellenachten VfB Hilden durchgesetzt und nach zuvor fünf Niederlagen in Folge wieder ein Lebenszeichen gesendet. Mit zwei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze sind sie nun Tabellen-14.

Die Meerbuscher hatten zeitgleich im Rahmen der Englischen Woche trotz einer guten kämpferischen und spielerischen Leistung mit 0:2 beim als Oberligameister feststehenden KFC Uerdingen verloren.

"Völlig verdient", wie der Teammanager erklärte. "Mit etwas Glück hätten wir zwar einen Punkt holen können, aber man konnte deutlich erkennen, dass die Uerdinger im Vergleich zu uns über einen zehnmal größeren Etat verfügen. Das Spiel war wie ein Rennen zwischen einem VW-Käfer und einem Porsche." Vielleicht wäre die Partie anders verlaufen, wenn Christof Caspari gleich in den ersten Minuten die Führung erzielt hätte, statt den Ball an den Pfosten des Uerdinger Tores zu zimmern.

Ausgerechnet vor dem Schicksalsspiel ist das Lazarett des TSV noch größer geworden. Zu den Langzeitverletzten Johannes Walbaum, Semir Purisevic, Dominik Dohmen, Quinton Washinton und Stefan Wanneck gesellt sich Vinzent Reinert, der mit einer Virusinfektion ausfällt. Außerdem sind seit dem Uerdingen-Spiel Dennis Schmidt, Christoph Caspari und Emre Geneli angeschlagen und drohen für das Wuppertal-Spiel auszufallen.

Die Gastgeber wollen sich für die 2:7-Niederlage aus dem Oktober des vergangenen Jahres revanchieren - und den TSV endgültig in den Abgrund stürzen.

TSV im Spiel gegen Uerdingen: Andreas Lahn - Daniel Klinger, Daniel Hoff, Christoph Caspari, Janik Roeber (46. Robin Kreis), Lukas van den Bergh - Benjamin Dohmen (77. Brian Günther), Drilon Istrefi - Sergen Sezen, Dennis Schmidt (46. Emre Geneli), Boran Sezen.

Quelle: RP
 
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