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Meerbusch
TuS-Damen bärenstark im Finish

Meerbusch. Handballerinnen erkämpfen in der Nordrheinliga nach einem Acht-Tore-Rückstand noch ein Remis in St. Tönis. Die Lanker Herren zeigen ihre beste Saisonleistung und übernehmen die Tabellenspitze. Von Falk Janning

Britta Bellers sichert den Treudeutsch-Damen beim körperlich sehr hart geführten Derby in St. Tönis vier Sekunden vor der Schlusssirene durch einen Treffer zum 34:34 einen verdienten Zähler. Die Lankerinnen verteidigten bei der Turnerschaft damit den sechsten Platz in der Nordrhein-Liga. Trainer Michael Cisik wusste nach dem Schlusspfiff aber nicht so recht, ob er sich nun über das Remis freuen oder einem verlorenen Zähler nachtrauern sollte. Denn es war durchaus mehr drin. "Hätte die Mannschaft von Beginn so gespielt wie in der zweiten Halbzeit, hätten wir beide Punkte aus St. Tönis mitgenommen", sagte der Coach.

Nur einmal lagen die Lankerinnen während der gesamten Partie in Führung: Alexandra Platen brachte ihre Mannschaft nach 40 Sekunden per Strafwurf mit 1:0 nach vorne. Danach lief bei den Blau-Weißen aber nicht viel zusammen. Über 2:6 (9.) und 9:14 (23.) gingen sie mit einem 14:19-Rückstand in die Pause. Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel der TuS-Damen nicht besser. "Wir waren im Angriff nicht konsequent und druckvoll, und wir haben zudem äußerst schlecht geworfen", sagte Cisik. Der Trainer beklagte zudem eine schwache Abwehr, die viele Gegentore aus der Mitte kassierte. In der 43. Minute lag seine Sieben mit 20:29 (43.) zurück und nichts deutete darauf hin, dass den Gästen noch einmal die Wende gelingen könnte.

Doch mit einer lauten Ansprache während einer Auszeit gelang es Cisik, seine Mannschaft wachzurütteln. Treffer um Treffer kam sie heran und verkürzte den Neun-Tore-Rückstand. Kathrin Naeckel sorgte mit ihren beiden Treffern innerhalb von 30 Sekunden für ein 22:29 (44.). Dann kam die große Zeit von Birte Pitzen und Lea Rostek, die sieben der folgenden acht Lanker Tore erzielten. Nach fünf Toren in Folge kam der TuS bis auf 27:30 heran (47.) - und das Spiel war wieder völlig offen. Mit drei weiteren Toren in Serie glich der Gast erstmals aus - zum 32:32 (54.). In den letzten sechs dramatischen und mit viel Emotion geführten Minuten gab sich St. Tönis dann keine Blöße mehr und legte immer wieder einen Treffer vor, den die Lanker dann immer wieder ausglichen.

Mit der Schlussphase war Cisik zufrieden. "Da haben wir mit so viel Power gespielt, wie ich mir das vorstelle", sagte der Coach, der die Leistung von Birte Pitzen und Rechtsaußen Lea Rostek herausstrich. Großartig fand der Trainer, dass seine Truppe den Roten Faden noch einmal wiederfand. "Damit war Mitte der zweiten Halbzeit wirklich nicht mehr zu rechnen."

Ihre beste Saisonleistung zeigten die Verbandsliga-Herren des TuS Treudeutsch, die Spitzenreiter TV Geistenbeck mit 31:19 aus der Halle schossen und mit nun 10:4 Punkten selbst die Tabellenführung in der Verbandsliga übernahmen. Trainer Mario Lenders und die Fans in der Forstenberg-Sporthalle waren begeistert vom Auftritt ihrer Truppe, deren Erfolg zu keiner Phase der Partie gefährdet war. Zur Halbzeit lagen die Blau-Weißen mit 14:8 in Führung. Schlüssel zu dem Erfolg war eine bärenstarke Abwehr um Daniel Holler, Dominik Fischer und Stefan Leuchten. Und wenn die Deckung dann mal nicht im Bilde war, retteten die gut aufgelegten Torhüter Toni Leygraf und Robin Petrich.

20 Minuten war es eine ausgeglichene Partie, in der der Gastgeber mit ein oder zwei Toren führte. Dann zogen die Treudeutschen durch vier Tore in Folge durch Philipp Menkenhagen (2), Fabian Vogel und Dominik Fischer auf 14:8 (29.) davon.

Mit Wiederbeginn erhöhten die Lanker ihren Vorsprung und lagen immer mit acht, neun Treffern vorne. Geistenbeck gab nie auf und kämpfte verbissen um den Anschluss. Entschieden war die Partie aber spätestens in der 52. Minute, als die Lanker ihren ersten Elf-Tore-Vorsprung herauswarfen (28:17).

Quelle: RP
 
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