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Meerbusch
"Verrate niemandem den Trick"

Meerbusch: "Verrate niemandem den Trick"
Setzt weniger aufs Kaninchen im Zylinder als auf farbige Schwammbälle: Peter Vohralik lehrt auch Zaubern. FOTO: Ulli Dackweiler
Meerbusch. Als Zauberer wird man nicht geboren, das Zaubern kann man lernen. In Lank. Der Künstler Peter Vohralik hat dort jetzt einen "Magic Room" eröffnet. Vorführungen und Kurse gehören dazu Von Maike Billen

Seit seiner Kindheit ist Vohralik von der Zauberei begeistert. "Aber wer nicht?", fragt Vohralik. Stimmt. Aber nicht jeder 45-Jährige macht daraus einen Nebenberuf. In seinem Atelier in Lank, Claudiusstraße 24, hängen Bilderrahmen zum Trocknen, in den Regalen stehen verbeulte Farbtuben. Im Raum verteilt: Zauberkoffer mit zig Kartenspielen, Schwammbällen oder einer Schatulle, die Dinge verschwinden lässt. Vohraliks Betrieb "Profil - ein Raum für Kunst" bietet nun auch Zauberei als Vorführungen und Kurse an.

Seit 2001 fertigt Vohralik in Lank Bilderrahmen. Nach und nach folgten weitere Sparten: Vergoldung, Bilder, Fotos, Wandgestaltung, Malkurse. Mit "Magic Room" erfüllt sich Vohralik nicht nur einen Kinderwunsch. "Malschulen schießen aus dem Boden", sagt er. Gegen die Konkurrenz stellt sich Vohralik breit auf. Bei der Frage nach dem Alter stöhnt er: "Wenn man sich weigert, erwachsen zu werden, klingt die Zahl gar nicht gut." Ein ewiger Kindskopf, das sei er lieber. Malkurse lockert Vohralik oft mit Zauberei auf: "Es hilft, wenn die Kinder unruhig werden." Als er letzten Winter einen stümperhaften Auftritt eines Zauberers sah, packte ihn der Ehrgeiz: "Das kann ich ja sogar besser!"

Aus dem Stegreif beherrscht der Künstler rund 40 Tricks. Wenn er übt, deutlich mehr. Vohralik versucht, möglichst viele Tricks selbst zu bauen. Zuletzt tüftelte er an einer Röhre, um seinen Arm zu entzweien: "Den linken Arm, den Rechten brauche ich noch", erklärt Vohralik. Versteht sich. Durch das Massivholz ist die Röhre ziemlich schwer. Es gibt einen Hüfthalter.

Wer sich auf die Zauberei einlässt, staunt über Schwammbälle, die hinterm Ohr verschwinden oder über ein Seil balancieren. Über die penetrante Karte "Herz Sieben", die immer oben auf dem Stapel liegt. Fingerfertigkeit, das Talent zum Quatschen zählen. Damit Tricks gelingen, muss der Zauberer die Aufmerksamkeit vom Publikum lenken. Klar will jeder den Trick auflösen. Ein guter Zauberer verhindert den Durchblick. Vohralik schaut oft wie ein Schüler auf andere Zauberer. Vor seiner Frau, seinen drei Kindern und seiner Mitarbeiterin im Atelier probt Vohralik Tricks.

Die Kosten für eine Aufführung oder Schulung liegen bei 45 Euro aufwärts. Das Programm stellt Vohralik je nach Altersklassen, Veranstaltung und Länge zusammen. In Zauberkursen lehrt er Tricks und bastelt welche. Zwei sehr wichtige Regeln für die Schüler: "Zeige einen Trick nur einmal", sagt Vohralik. Und: "Verrate niemanden, wie der Trick geht."

Quelle: RP
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