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Soziales Engagement
Voller Einsatz für das "Libanon-Projekt"

Meerbusch. Mit viel Herzblut ist sie bei der Sache: Bereits vor zwei Jahren hat sich die junge Politikstudentin Wanda von Mandelsloh aus Büderich dem "Libanon-Projekt" des Malteser-Ordens angeschlossen.

Für insgesamt vier Wochen geht es - übrigens auch in diesem Jahr wieder - für die 19-Jährige und rund 20 weitere Helfer in den Libanon. Vor Ort hilft sie in den von den Maltesern organisierten Camps Menschen mit Behinderung. Von jung bis alt - unterstützt wird jede Altersgruppe. In den vier Wochen, die Wanda im Libanon verbringt, übernimmt sie die Betreuung von drei Personen aus Behindertenheimen. Jeweils eine Woche ist sie für einen der Gäste des Camps da.

Ziel ist es, den Teilnehmern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Gemacht wird, worauf die Gäste gerade Lust haben. Ob Fußball spielen, sich schminken oder etwa malen, jeder Gast hat seine eigenen Wünsche.

Für besondere Freude bei den Gästen sorgen die Tage am Strand. Viele von ihnen sind noch nie Baden gewesen. Die sichtliche Begeisterung in den Gesichtern der Betreuten sorgt auch bei Wanda für ein tolles Gefühl. "Es sind genau solche Momente, die einem eine ganz andere Sicht aufs Leben vermitteln", sagt sie. Die so genannten "Mamis", helfende Mütter der behinderten Gäste, kümmern sich um die tägliche Verpflegung im Camp. Schon nach nur wenigen Tagen zeigt sich eine positive Entwicklung bei den Gästen. Sie werden offener gegenüber den Betreuern und zeigen Begeisterung für die Aktivitäten. "Es gibt ihnen einfach ein positives Gefühl, dass jemand für sie da ist", sagt Wanda.

Zu der 24-Stunden-Betreuung gehört auch das Duschen oder Umziehen der Gäste. Eine komplette Umstellung zum gewohnten Alltag, die nicht immer ganz leicht zu meistern ist. "Trotz der Hitze macht die Arbeit Spaß. Es entsteht eine gute Stimmung im gesamten Camp", sagt sie. Zwischen den wöchentlichen Betreuungen nimmt sich Wanda auch gerne mal eine kleine Auszeit und geht zum Strand, "um einfach mal den Kopf frei zu bekommen", wie sie sagt.

Gedanken über die politische Situation im Libanon macht sich die engagierte Studentin aber nicht: "Die Hilfe für die behinderten Gäste des Camps steht ganz klar im Vordergrund", meint sie. Im Falle von eintretenden Unruhen im Land sei ein Rückflug für die Helfer gesichert. Wenn es dann tatsächlich wieder zurück in die Heimat geht, fällt der Abschied schwer.

Die Besucher des Camps werden in ihrer Heimat von der Gesellschaft oft ausgeschlossen. Gerade deshalb genießen sie die Zeit im Camp, wo sie so angenommen werden wie sie sind. Ihnen wird geholfen und auch der Spaß kommt nicht zu kurz. Nächsten Monat fliegt Wanda wieder in den Libanon, um an dem Hilfsprojekt teilzunehmen. Wanda van Mandelsloh erklärt: "Das Projekt hilft einem bei der persönlichen Entwicklung. Darüber hinaus macht es enorm Spaß, den Leuten zu helfen."

Niklas Vogel

Quelle: RP
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