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Serie Lieblingsorte - Ralf Bos
Vom Kiessee ins Sterne-Restaurant

Serie Lieblingsorte - Ralf Bos: Vom Kiessee ins Sterne-Restaurant
Einer seiner Lieblingsplätze: Das Restaurant an der Moerser Straße, das früher "Haus Peters" hieß und in dem heute Anthony Sarpong kocht. FOTO: götz
Meerbusch. Delikatessenhändler Ralf Bos erinnert sich an seine schönsten Orte aus der Büdericher Zeit. Von Monika Götz

Ralf Bos bekennt: "Ich bin Meerbusch-Fan. Hier fühle ich mich wohl und werde auch als Unternehmer gut behandelt." Heute wohnt der in Gourmet-Kreisen als 'Trüffelpapst' bekannte Chef des Delikatessenhandels Bos-Food in Kaarst. Aber aufgewachsen ist er in Büderich: "Ab meinem zehnten Lebensjahr habe ich hier gewohnt." Entsprechend intensiv sind die Erinnerungen an Kindheit und Jugend. Hier verrät der Vater von drei erwachsenen Töchtern, an welche Plätze er sich gern erinnert:

Parkbank Eine überdachte Bank im Park hinter dem Hallenbad war für Ralf Bos während seiner Jugend der Treffpunkt seiner Clique: "Diese Clique bestand aus einer Gruppe von Teenagern, die schon zu alt für den Kinderspielplatz und zu jung für die Kneipe waren. Das Dach hat uns auch bei schlechtem Wetter Schutz gegeben. Diese Bank war über Jahre der einzige Platz, an dem wir uns am Nachmittag treffen konnten - auch wenn die Sonne mal nicht schien."

Baggerloch Sangsheide Insgesamt gibt es im Stadtgebiet 13 aus dem Kiesabbau gewonnene Seen. Dazu zählt das Baggerloch Sangsheide zwischen Hülsenbuschweg und Broichweg. Vom Büdericher Angelverein gepachtet haben nur Mitglieder des Angelvereins Zugang zum See. Ralf Bos aber verbinden mit diesem Areal besondere Erlebnisse: "Da mein Vater und fast der komplette Bekanntenkreis meiner Eltern Vereinsmitglieder waren, haben wir mit den Kindern der anderen Familien oft den ganzen Sommer dort verbracht. Es gab sogar ein kleines Stück Strand, an dem wir stundenlang schwimmen durften."

Dammloch Diesen Teich, an dessen rechter Seite eine kleine Mauerruine zu sehen ist, kennen die meisten Spaziergänger und Radfahrer nur vom Weiten. Wer sich dort genauer umsehen möchte, sollte Ralf Bos Rat befolgen und vom Modellflugplatz in Richtung Ilverich am Rhein entlang radeln. Der Delikatessenhändler erinnert sich: "Als junge Erwachsene haben wir dort Feste gefeiert, gegrillt und geangelt. Zum Glück waren die Kontrollen damals noch lasch und selbst ein offenes Feuer und ein Zelt zum Übernachten wurden stillschweigend geduldet."

Gastronomie Aber auch für bauliche Besonderheiten kann sich der Delikatessenhändler begeistern. Speziell das "Haus Peters" an der Moerser Straße - heute Standort von Anthonys Restaurant und Kochschule - hat es ihm angetan: "Das Haus hat in den letzten 40 Jahren einige Betreiber gehabt, zufällig waren es immer Besitzer oder Pächter, die in ihrer Zeit meinen Geschmack getroffen haben." Als Jugendlicher gefiel ihm die Bierkneipe, in der ein Glas 50 Pfennig kostete. Später, als junger Erwachsener, wurde die "gutbürgerliche Küche mit großen Portionen zu kleinen Preisen" geschätzt und als "etablierter Erwachsener" die Szenenkneipe mit dem "unvergleichlichen Gerd Hoffknecht" als Wirt. "Heute, als ältere Herrschaften, genießen wir das spektakuläre Essen und den guten Service von Anthony Sarpong."

Quelle: RP
 
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