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Meerbusch
Von Melonen, Erdbeeren und einem quirligen Ortskern

Meerbusch: Von Melonen, Erdbeeren und einem quirligen Ortskern
Am liebsten eine erfrischende Melone: Sarah Schwarz findet sie beim Obst- und Gemüsehändler in Osterath. FOTO: Ulli Dackweiler
Meerbusch. Viele Autos, noch mehr Radfahrer und Fußgänger beleben die Osterather Stadtmitte

Punkt 12 Uhr - die Turmuhr der Pfarrkirche St. Nikolaus schlägt unüberhörbar. Aber konkret scheint das an diesem sommerlichen Juli-Dienstag niemand wahrzunehmen, alles geht unverändert weiter seinen Gang. Der "Dorfsheriff" ist nach wie vor in ein lebhaftes Gespräch mit der Politesse vertieft und die Mutter im Eiscafé unterhält sich mit Freunden, während sie gleichzeitig ununterbrochen den Kinderwagen hin und her schaukelt. Nur Sarah Schwarz freut sich, dass Mittagszeit ist. Sie nutzt ihre Pause, um eine riesige Wassermelone auszusuchen: "Im Sommer esse ich immer viel Obst - am liebsten Wassermelonen." Das soll ja auch sehr gesund sein. Den Radfahrer, der ein Eis schleckend vorbeifährt, interessiert das offenbar nicht. Er strampelt sich ja auch die Kalorien wieder runter. Und ganz viele Osterather scheinen ebenso zu denken. Sie sind entweder in superknappen Hotpants, sich mit einer Freundin laut unterhaltend - "die war auch in meiner Klasse" - oder mit einem Zweirad unterwegs, dessen Klingel mit einem knallig-roten Erdbeer-Muster überzogen ist und auch eine Tasche plus Schlüsselanhänger machen deutlich, welches Obst das Mädchen am liebsten mag.

Richtig bunt ist das Geschehen, das sich rund um den Verkehrsknotenpunkt von Kaarster-, Meerbuscher-, Willicher- und Hochstraße abspielt - es gibt viel zu sehen. Dabei ignorieren mehrere Autofahrer die Hinweistafel und fahren in den Fußgängerbereich. Ein Van mit einem älteren Paar wird schließlich von der Politesse angehalten und belehrt. Über all' dem Treiben mit Menschen in Badeschlappen, bunten Shirts und unterschiedlichem Sonnenschutz auf dem Kopf schweben an den Laternen die vom Osterather Werbe- und Interessenring (WiR) vor einigen Wochen installierten Blumenampeln. Die Blüten sind ein toller Farbklecks und werden bestens gepflegt - sie stehen alle wie eine Eins. Und gepflegt werden auch Osteraths Straßen: Die städtische Kehrmaschine dreht unentwegt ihre Runden.

(mgö)
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