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Meerbusch
Von Monstranzen und Tabernakeln

Meerbusch: Von Monstranzen und Tabernakeln
Theo Haefs präsentierte in der Buchhandlung von Mrs. Books das Buch über "Kultus- und Kunstgegenstände in den Kirchen und Kapellen der Pfarrei Hildegundis von Meer." FOTO: Ulli Dackweiler
Meerbusch. Der Heimatkreis Lank und Theo Haefs führen anhand einer Publikation durch die Kirchen und Kapellen der Pfarrei Hildegundis von Meer. Das Buch kostet 19,50 Euro und ist im Buchhandel erhältlich. Von Monika Götz

Kirchen sind stolz auf den Besitz ihrer wertvollen Gefäße und Geräte. Ein Beispiel dafür ist die kostbare, mit Stickarbeiten versehene St. Stephanus-Kasel aus dem 19. Jahrhundert. Allerdings nehmen Kirchenbesucher in Zeremonien eingebundene Gegenstände nur am Rande wahr. Das soll sich ändern. "Die Kostbarkeiten, die sich in den Kirchen der Pfarrei 'Hildegundis von Meer' befinden, sind nur wenig bekannt. Wir möchten Interesse wecken und den Menschen einen neuen Zugang vermitteln", erinnert Franz-Josef Radmacher.

Damit erklärt der Vorsitzende des Heimatkreis Lank eines der Ansinnen, das hinter der Herausgabe einer knapp 200 Seiten umfassenden, aufwendig gestalteten und mit über 300 Fotos ausgestatteten Publikation steht. "Kelche, Monstranzen, Ambos, Tabernakel, Bilder und Skulpturen in unseren Kirchen haben einen theologischen, historischen oder künstlerischen Wert, den es zu schützen gibt", ergänzt Radmacher.

Für den Heimatkreis-Vorstand mit Franz-Josef Jürgens und Peter Sitsen sowie den Mitgliedern Walter Spoerle und Theo Haefs war es nicht einfach, eine einvernehmliche Konzeption zu finden. Ein "kleineres Büchlein" allein über die Lanker St. Stephanus-Kirche war angedacht. Schließlich wurde beschlossen, der über sechs Jahre umfassenden Vorarbeit von Theo Haefs zu entsprechen und die gesamte Pfarrei Hildegundis von Meer mit ihren sieben Kirchen zu berücksichtigen. Folgerichtig lautet der Titel des 20. Heimatkreis-Buches "Kultus- und Kunstgegenstände in den Kirchen und Kapellen der Pfarrei Hildegundis von Meer in Meerbusch". Dass dieses Buch im Jahr der Feierlichkeiten zu 850 Jahre Kloster Meer erscheint, freut Pfarrer Norbert Viertel besonders: "Diese sakralen Gegenstände mit historischem, ideellem und auch materiellem Wert müssen greifbar gemacht werden." Der Pfarrer hat großen Anteil an dem Zustandekommen dieser Publikation. Er hat Theo Haefs ermöglicht, die einzelnen Schätze zu fotografieren: "Sie wurden aus Schränken und Tresoren geholt." Als Ideengeber ist Haefs den Geheimnissen um diese auch immer ein Stück Ortsgeschichte und Heimat repräsentierenden Kirchenschätze nachgegangen. So hat er unter anderem dokumentiert, dass im Turm der Nierster Kapelle, St. Cyriakus, eine Glocke hängt, die zu den ältesten im Rheinland zählt: "Sie wurde etwa um 1300 gegossen, musste 1942 im Krieg abgeliefert werden, wurde aber 1947 in Hamburg wiedergefunden." Auch über die Hemony-Glocke (1664) in St. Martinus Kierst oder die bewegte Geschichte der Glocken St. Nikolaus Osterath gibt es in dem Buch, das im Meerbuscher Buchhandel für 19,50 Euro erhältlich ist, interessante, von Theo Haefs zusammengestellte bebilderte Details. Das Greifbarmachen der sakralen Gegenstände nehmen Pfarrer Viertel, Theo Haefs und der Heimatkreis-Vorstand zum Anlass, über eine Präsentation im Rahmen einer Ausstellung nachzudenken.

Quelle: RP
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