| 00.00 Uhr

Meerbusch
Von Windmühlen und lauschigen Oasen

Meerbusch: Von Windmühlen und lauschigen Oasen
Turmwindmühle: Die Osterather Mühle stammt aus dem Jahr 1883. Sie ersetzte eine alte Bockwindmühle aus dem 14. Jahrhundert und war damit die letzte im Kreis Neuss erbaute klassische Windmühle. Eigentlich waren Windmühlen zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr zeitgemäß. Es setzten sich gerade die flexibler einsetzbaren Dampfmühlen durch. FOTO: Boris Schmidt
Meerbusch. Familienradtour im Meerbuscher Westen: Schattige Alleen, schöne Brunnen und ein historischer Biergarten. Die Tour ist 18 Kilometer lang. Ohne den Abstecher nach Bösinghoven sind es zehn Kilometer Von Angelika Kirchholtes

Der Nikolausbrunnen auf dem Osterather Kirchplatz plätschert. Auf den Bänken sitzen Menschen mit Eishörnchen, die sie sich im Eiscafé Palatini im Ackershof geholt haben. Hier startet die Familienradtour durch den Meerbuscher Westen.

Der Blick fällt auf den Zeiger der modernen Kreisbogenuhr am Kirchturm. Wieviel Uhr ist es eigentlich? Wer es wissen will, kann noch schnell die Stele studieren, die das einzigartige Uhrwerk erklärt. Dann geht es Richtung Meerbuscher Straße, wo auf dem Ernst-Nüse-Platz, der nach dem ehemaligen Bürgermeister benannt ist, das nächste Kunstwerk wartet: das Osterather Schützendenkmal. Hier könnte man sich noch einmal mit einem Eis bei Dolomiti stärken.

Weiter geht es rechts in den Ingerweg, dann wieder rechts in die Gather Straße. Wir queren die Kaarster Straße und folgen dem Schwertgesweg bis zum Ende. Rechts herum erblicken wir die Osterather Turmwindmühle, in dem der Künstler Will Brüll lebt und arbeitet. Einige der Stahlobjekte sind durch die Büsche zu erkennen. Geradeaus geht es in das Wohngebiet Krähenacker. Am Ende biegen wir nach links ab und hinter dem Friedhof rechts. Wir kreuzen den Bommershöfer Weg und fahren parallel zur Westumgehung bis zur Krefelder Straße, wo wir nach links abbiegen. Vor dem Gartencenter geht es rechts durch das Gewerbegebiet Mollsfeld. Geradeaus in den Meyersweg, der uns in die grüne Landschaft führt.

Der Weilerhof fällt schon von weitem auf durch seine geschwungene Fassade. Die schon früher günstige Verkehrslage erklärt, dass es hier ehemals eine Fuhrmannskneipe mit einer Durchreiche zur Straße gab. Der Weilerhof wird bereits 943 erwähnt. Bei dem heutigen Gebäudekomplex handelt es sich um eine offene vierflügelige Backsteinhofanlage von 1776. FOTO: U. Dackweiler

Links schimmert ein See durch die Sträucher, wo sich Angler ein kleines Paradies geschaffen haben. Wir folgen dem Wirtschaftsweg bis wir rechts in eine Maronenallee nach Haus Radong einbiegen. Auf der Hauptstraße fahren wir nach rechts und passieren den weiß getünchten Weilerhof aus dem Jahr 1776. Kurz danach geht es scharf links quer übers Feld. Am Ende rechts und der Straße folgen, die uns in die lauschige Straße Am Rott führt. Nebenan gluckert ein Bächlein. An der Bösinghovener Straße biegen wir nach rechts. Vor der Alten Schule lassen es sich zwei Schulkinder Gregor Martin und Sophia (in Bronze) gut gehen. Direkt nebenan lädt der ehemalige Bösinger Hof (heute "Route 66") zur Einkehr und die Kinder zum Klettern und Hüpfen ein. Der traditionsreiche Biergarten war schon vor 100 Jahren ein Ausflugsziel, damals allerdings zu Fuß. Direkt dahinter liegt ein Gässchen, das uns links-rechts übers Feld wieder zum Weilerhof führt. Von dort geht es auf dem gleichen Weg zurück, bis wir am Angelsee links in den Grünen Weg einbiegen. Immer geradeaus: Kalverdonks-, Kamper und Neusser Feldweg. Rechts in die Elbinger und dann in die Danziger Straße, links die Insterburger Straße. Verborgen hinter Büschen liegt ein schattiger Spielplatz. Unter der Bahn hindurch gibt es am Gladiolenweg noch eine Spielmöglichkeit, ehe wir die Meerbuscher Straße kreuzen und Richtung Bahnhof/Osterather Rathaus-Park fahren.

Diese lauschige Oase sollte niemand verpassen: Wasser, Spielgeräte und grüne Liegewiesen sind vorhanden. Von dort ist es ein Katzensprung zum Ausgangspunkt, wo sich die Radler mit einem kühlen Getränk belohnen können.

Der Osterather Nikolausbrunnen wurde vom Künstler Wilhelm Hable aus Osterath gestaltet. Als Vorlage diente eine Sage über St. Nikolaus, der spielende Kinder, die in einem Holzzuber auf einem Fluss trieben, vor dem Ertrinken errettete. Der Brunnen fand auf dem neu gestalteten Vorplatz der St. Nikolaus Pfarrkirche in Osterath seinen idealen Standort. FOTO: MKK
Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Meerbusch: Von Windmühlen und lauschigen Oasen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.