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Meerbusch
Warnstreiks: Nach den Bussen sind heute die Kitas betroffen

Meerbusch. Auf den Straßen war es gestern deutlich zu merken: Nichts ging mehr bei der Rheinbahn. Heute wird auch in Kitas gestreikt. Welche Häuser betroffen sind. Von Ludwig Krause

Allen kurzfristigen Informations-Kampagnen zum Trotz: Am Ende haben doch noch Meerbuscher auf Bus oder Bahn gewartet. Vielleicht war es auch einfach das Prinzip Hoffnung - auf ihre Linie warteten die vereinzelten Fahrgäste gestern aber meistens vergebens: Nichts ging mehr bei der Rheinbahn, bis heute Morgen um 3 Uhr wurde der öffentliche Nahverkehr von den Gewerkschaften bestreikt. In Meerbusch fuhren ausschließlich die Linien SB51 und 831.

Besonders im morgendlichen Schulverkehr wurde das zu einer Herausforderung. "Nicht alle haben ihr Ziel rechtzeitig erreicht, ein paar sich nicht angekommen", sagt Christian Gutjahr-Dölls, Schulleiter am Mataré-Gymnasium in Büderich. Eltern mussten einspringen, viele Schüler kamen mit dem Fahrrad in die Schule, wie Schulleiter Gutjahr-Dölls sagt - und das trotz der nicht gerade frühlingshaften Temperaturen. Auch auf den Straßen rund um Meerbusch war deutlich mehr los als sonst.

Heute wird die Verwaltung be-streikt, und wieder trifft es Eltern. 50 Mitarbeiter legen ihre Arbeit nieder, 25 davon in den Kindertagesstätten. Stadt und Gewerkschaften gehen aber nicht davon aus, dass die Streiks so empfindliche Wirkungen haben wie noch im vergangenen Jahr.

Folgende Kitas sind betroffen: Bei "Lummerland" in Büderich schließen zwei Gruppen, der Betrieb läuft zweigruppig weiter. Bei der Kita Fronhof in Büderich schließt eine Gruppe, der Betrieb läuft in drei Gruppen weiter. Bei der Kita "Knirpsmühle" in Osterath schließt eine von drei Gruppen, der Betrieb läuft ansonsten normal weiter. Bei der Kita "Tabaluga" in Lank schließen zwei Gruppen, Kolleginnen aus anderen Einrichtungen verstärken das Kollegium, der Betrieb läuft weiter. Bei der Kita "Unterm Regenbogen" in Lank läuft Betrieb läuft trotz Streikteilnahme dreier Kolleginnen komplett weiter. Sollte es doch zu Problemfällen kommen, sollen sich Eltern an die Kita-Leiterinnen oder das Jugendamt wenden. Dort sollen kurzfristig Lösungen gefunden werden.

Quelle: RP
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