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Meerbusch
WBM beteiligen sich an Windpark

Meerbusch. Die Wirtschaftsbetriebe übernehmen von der Steag einen Anteil von 4,9 Prozent Von Martin Röse

Die Wirtschaftsbetriebe Meerbusch produzieren jetzt selbst Strom aus regenerativen Energien. Der Energielieferant, zu 60 Prozent im Besitz der Stadt Meerbusch, ist neuer Anteilseigner des ostdeutschen Windkraftparks Ullersdorf. Die WBM übernehmen einen Anteil von 4,9 Prozent. Nach Informationen unserer Zeitung bewegt sich das Engagement der Meerbuscher im hohen sechsstelligen Euro-Bereich.

Die Tochter New Energies des Stadtwerke-Konsortiums Steag hat auf dem Gelände eines ehemaligen Munitionsdepots in Brandenburg ihren bisher größten Windpark errichtet. Insgesamt 18 Windkraftanlagen erzeugen in Ulldersdorf pro Jahr voraussichtlich rund 116 000 Megawattstunden Strom. Der Windpark ist seit November vergangenen Jahres in Betrieb.

"Umgerechnet liefert unser Anteil Energie für 1500 Haushalte", rechnet Mario Sagner, Vertriebsleiter der WBM, vor. Bereits vor Jahren formulierte Meerbuschs Politik den Wunsch, dass die WBM sich stärker bei der Produktion von regenerativem Strom engagieren. "Die jetzige Lösung ist besser als nichts, noch besser aber wäre es, wenn die WBM hier vor Ort regenerative Energie erzeugen würden", sagte Jürgen Peters, Fraktionsvorsitzender der Grünen.

Sagner verweist auf die Einflugschneise des Flughafens, die den Betrieb von Windkraftanlagen moderner Bauart in Meerbusch unmöglich mache. Das sieht auch der WBM-Aufsichtsratsvorsitzende und CDU-Fraktionsvorsitzende Werner Damblon so. "Die Möglichkeiten sind ja untersucht worden, in Meerbusch aber für Wind- oder Wasserkraft ebenso wie für Biogasanlagen sehr eingeschränkt." Daneben komme es auch darauf an, eine Rendite zu erwirtschaften. "Der Betrieb einer eigenen Anlage verlangt Fachwissen; auch das kostet."

Neben den WBM haben unter anderem auch die Stadtwerke Neuss (8,6 Prozent), die Stadtwerke Solingen (11,6 Prozent) und die Stadtwerke Düren (8,6 Prozent) Anteile am Windpark erworben. Hauptanteilseigner bleibt die Steag New Energies mit derzeit 54,1 Prozent.

"Gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen planen wir eine langfristige Kooperation, die weitere Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien auf den Weg bringen", erklärte Stephan Nahrath, Geschäftsführer der Steag New Energies. In Zukunft soll ein Gemeinschaftsunternehmen ins Leben gerufen werden, das ähnliche Projekte wie den Windpark Ullersdorf entwickeln, errichten und betreiben wird.

Quelle: RP
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