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Meerbusch
Wo Meerbusch wachsen könnte

Meerbusch: Wo Meerbusch wachsen könnte
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Meerbusch. Im Entwurf des neuen Regionalplans sind gut ein Dutzend neuer Wohngebiete vorgesehen. Einige sind durchaus umstritten. Heute ab 17 Uhr befassen sich Meerbuschs Planungspolitiker öffentlich mit den Wachstumsplänen Von Martin Röse

Innerhalb der nächsten 20 Jahre könnte die Stadt Meerbusch um rund 2200 Wohneinheiten wachsen. Diese Option sieht der Entwurf des neuen Regionalplans vor, der heute Nachmittag ab 17 Uhr von den Politikern im Planungsausschuss öffentlich im Bürgerhaus Lank, Wittenberger Straße, beraten wird. Rund ein Dutzend neuer Wohngebiete sind in dem Planentwurf vorgesehen.

Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage (CDU) empfiehlt den Planungspolitikern, Flächen für zumindest rund 1500 neue Wohneinheiten in den Regionalplan aufzunehmen, verweist auf den so genannten Überschwapp-Effekt aus Düsseldorf. Die Landeshauptstadt kann nämlich ihre prognostizierte Nachfrage nach Bauland auf dem eigenen Stadtgebiet nicht mehr erfüllen.

Der Regionalplan gibt den Entwicklungsrahmen für die nächsten 20 Jahre vor - was Wohnbebauung, Gewerbegebiete aber auch Grünzüge angeht. Allerdings sind es nur Optionen: Ob auf einer entsprechend ausgewiesenen Fläche tatsächlich ein Wohngebiet entsteht, entscheiden Meerbuschs Politiker.

Auffällig: Die Planer der Bezirksregierung haben einen Schwerpunkt an Flächen für Wohnbebauung entlang der K-Bahn-Linie im Norden Boverts vorgesehen - mit guter Anbindung per öffentlichem Nahverkehr nach Düsseldorf. Insbesondere die zusätzlichen Wohngebiete im Strümper Busch dürften nicht unumstritten sein: Ein Bürgerbegehren hatte vor Jahren den Bau von Meerbuschs "Neuer Mitte" gestoppt; auch Meerbuschs Politiker wandten sich noch vor drei Jahren gegen die Ausweisung der Fläche als Wohngebiet.

Als wahrscheinlich gilt auch, dass sich in den möglichen neuen Wohngebieten das Gesicht Meerbuschs verändern wird. Bislang waren es vor allem Familien-Haushalte, die in Meerbusch nach Einfamilienhäusern suchten. Diese Haushaltsgruppe geht jedoch seit Jahren zurück. Mielke-Westerlage rechnet stattdessen künftig mit einer stärkeren Nachfrage nach Single-Haushalten. Statt Einfamilienhäusern könnten künftig vermehrt Mehrfamilienhäuser entstehen.

Quelle: RP
 
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