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Meerbusch
Wo Parken bald Geld kosten könnte

Meerbusch: Wo Parken bald Geld kosten könnte
Der 280 Stellplätze große Dr.-Franz-Schütz-Platz in Büderich soll auf jeden Fall ab Mitte 2016 gebührenpflichtig werden. Dafür hat sich schon vor CDU und Grünen die SPD ausgesprochen. FOTO: RED
Meerbusch. CDU und Grüne wollen, dass das Parken an verschiedenen Standorten in Büderich, Osterath und Lank-Latum ab Mitte nächsten Jahres nicht mehr gratis ist. Darüber entscheidet übermorgen der Finanzausschuss. Knapp 850 Stellplätze kommenfür Parkgebühren infrage Von Martin Röse

Am Donnerstag soll die Entscheidung fallen, Parken in Meerbusch künftig wieder mit Gebühren zu belegen. Die Ratsmehrheit aus CDU und Grünen hat sich darauf verständigt, dass Parkgebühren nicht flächendeckend erhoben werden sollen, sondern lediglich an gut einem Dutzend größerer Parkplätze in den drei Stadtteilen Büderich, Lank-Latum und Osterath. Betroffen sein sollen Parkplätze ab 30 Stellplätzen. Auch die SPD hat sich bereits für Parkgebühren ausgesprochen - auf dem Dr.-Franz-Schütz-Platz. Die FDP lehnt Parkgebühren ab.

Mit Einnahmen von rund 100.000 Euro rechnen CDU und Grüne allein im kommenden Jahr - ab 2017 sollte sich die Zahl dann verdoppeln. Allerdings: Die Investitionen sind in dem Antrag noch nicht erfasst. Nach Aussage von Wolfgang Trapp, Fachbereichsleiter Straßen und Kanäle, könnte allein eine Schrankenanlage für den Dr.-Franz-Schütz-Platz mit rund 150.000 Euro zu Buche schlagen.

"Wir haben uns mit unserem Kooperationspartner noch nicht im Detail über die Plätze ausgetauscht", betont Jürgen Peters (Grüne). Die Verwaltung solle Vorschläge unterbreiten, welche Parkplätze infrage kommen. "Man muss dann sehen, was dabei reinkommen kann und wie hoch die Investitionen sind." Wichtig sei allerdings, dass nicht P&R-Parkplätze künftig mit Gebühren belegt würden. Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Werner Damblon betont: "Da ist noch Spielraum drin."

In Büderich würden vier Parkbereiche die Vorgaben erfüllen. Neben dem Dr.-Franz-Schütz-Platz mit seinen 280 Parkplätzen wären dies auch der Parkplatz an der Holbeinstraße (50 Parkplätze) sowie die Parkstreifen entlang der Büdericher Allee 2-37 (34 Stellplätze) sowie entlang der Oststraße 1-27 35 Stellplätze). Insgesamt käme Büderich damit auf 399 mögliche kostenpflichtige Stellplätze.

In Osterath kämen fünf Parkplätze infrage: Die Parkplätze Fröbelstraße (56 Stellplätze), Schützendelle (47 Stellplätze), Rudolf-Bartels-Platz (37 Stellplätze) und Am Plöneshof (34 Stellplätze) plus die Parkstreifen entlang der Meerbuscher Straße 30-57 (30 Stellplätze). Macht zusammen 204 mögliche kostenpflichtige Stellplätze.

In Lank-Latum gibt es vier Parkplätze mit 30 und mehr Stellplätzen: an der Schulstraße (am evangelischen Kindergarten) mit 37 Stellplätzen, an der Mathias-von-Halberg-Straße (am St.-Elisabeth-Hospital) mit 37 Stellplätzen, an der Gonellastraße (gegenüber dem Supermarkt) mit 35 Stellplätzen sowie der Parkplatz Am Ismerhof (37 Stellplätze). Denkbar wären aber auch die Parkstreifen Mathias-von-Halberg-Straße 1-6 (dort finden 53 Autos Platz) sowie die Ecke Mörikestraße 1-2 und Fronhofstraße 15-20 mit zusammen 44 Stellplätzen. Würden alle sechs Parkzonen genutzt, kämen in Lank insgesamt 243 Stellplätze zusammen.

Wie CDU und Grüne betonen, soll das Parken auch künftig die erste halbe Stunde gratis bleiben. Die zweite halbe Stunde soll 50 Cent kosten. Ab der zweiten Stunde beträgt die Parkgebühr einen Euro pro Stunde. Samstags werden keine Parkgebühren erhoben; es gilt die bisherige Parkscheibenregelung. Auch Tagestickets (fünf Euro) und Monatstickets (30 Euro) sollen angeboten werden.

Quelle: RP
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