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Zugunglück bei Meerbusch
Bahnstrecke bleibt wohl bis nächste Woche gesperrt

Zugunglück in Meerbusch - der Tag nach dem Unfall
Zugunglück in Meerbusch - der Tag nach dem Unfall FOTO: dpa, rwe
Meerbusch. Vor drei Tagen fuhr in Meerbusch ein Personenzug auf einen Güterzug auf. Seitdem ist die Strecke gesperrt, sie soll es voraussichtlich bis zum 16. Dezember bleiben. Kommende Woche wird an den Gleisen gearbeitet. 

Nach dem Zugunglück von Meerbusch bleibt die Bahnstrecke zwischen Neuss und Krefeld voraussichtlich bis zum 16. Dezember gesperrt. Neben der Reparatur der Unfallschäden werden in der kommenden Woche auch seit langem geplante Gleis- und Weichenerneuerungen durchgeführt, wie die Deutsche Bahn am Freitag mitteilte. Nach dem Unfall mit mehr als 50 Verletzten müssen zumindest ein Oberleitungsmast und die Oberleitung auf einer Länge von 1500 Metern erneuert werden.

Im Meerbusch war ein Regionalzug von National Express auf einen Güterzug aufgefahren. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler hatte der Lokführer aber einen Fahrauftrag erhalten, obwohl die Strecke nicht frei war. Die Bergungsarbeiten an der Unfallstelle dauerten am Freitag noch an. Erst danach kann das genaue Ausmaß der Schäden begutachtet werden.

Ähnlicher Vorfall im Februar bei Solingen

Einen Beinahe-Unfall, der Parallelen zum Unglück vom Dienstagabend aufweist, hatte es in NRW bereits im Februar gegeben. Damals war ein ICE auf ein Gleis im Bahnhof von Gruiten bei Solingen gefahren, auf dem eine Regionalbahn des privaten Zugbetreibers National Express stand. Der Lokführer des ICE konnte durch eine Notbremsung eine Kollision der Züge wie in Meerbusch verhindern. Dies geht aus einem Bericht der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchungen hervor, über den der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag) zuerst berichtet hatte.

Der Untersuchung zufolge hatte der Fahrdienstleiter fälschlicherweise die Einfahrt genehmigt. Als der Lokführer des ICE den vor ihm stehenden Zug bemerkte, leitete er eine Vollbremsung ein. Der ICE kam 15 Meter vor der Regionalbahn zum Stehen. Verletzt wurde niemand. "Unter leicht geänderten Bedingungen hätte das Ereignis jedoch zu einem schweren Unfall führen können", heißt es in dem Bericht.

(sef/dpa)
 
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