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Meerbusch
Zweite Notunterkunft fast fertig

Meerbusch. Die Turnhallen des Meerbusch-Gymnasiums haben jetzt zusätzliche Fluchtwege

Im Meerbusch-Gymnasium in Strümp laufen die letzten Bauarbeiten zur Herrichtung der beiden Sporthallen als Notunterkunft für Flüchtlinge. Weil die Hallen nun als Schlaf- und Aufenthaltsräume dienen sollen, müssen erhöhte Brandschutzanforderungen erfüllt werden: Zusätzliche Fluchtwege nach draußen sind fertig, die Türen werden derzeit montiert. Eine flächendeckende, kabelgebundene Brandmeldeanlage ist eingebaut, die erste Halle ist schon komplett mit Notbetten und Sichtschutzwänden möbliert. Die Kosten für die Baumaßnahmen trägt das Land NRW, in dessen Auftrag die Stadt die Erstaufnahmeeinrichtung betreibt.

Damit der Caterer seine Küchengeräte für die Essenszubereitung betreiben kann, wurde die Stromversorgung aufgerüstet. Das Außengelände hinter der Halle ist befestigt worden, Schulgebäude und Sporthalle werden durch Bauzäune voneinander getrennt. "Nach dem jetzigen Stand der Dinge wird am Freitag alles fertig sein", so Stadtsprecher Michael Gorgs. Damit können ab nächster Woche bis zu 400 Menschen in den beiden Hallen untergebracht werden. Wann genau wie viele Neuankömmlinge eintreffen werden, ist noch nicht bekannt. Weil die Sporthallen nun als so genannte "Erstaufnahme-Einrichtung" des Landes genutzt werden, bleiben die Flüchtlinge voraussichtlich nur wenige Wochen, bis sie in andere Kommunen gebracht werden. Neue rücken dann nach.

Am kommenden Dienstag, 20. Oktober, 19 Uhr, beginnt im Foyer des Meerbusch-Gymnasiums ein öffentlicher Info-Abend zur Unterbringung der Flüchtlinge. Als Gesprächspartner stehen unter anderen Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage, der Erste Beigeordnete und Sozialdezernent Frank Maatz sowie der Fachbereichsleiter für Soziales, Peter Annacker, zur Verfügung.

Um Platz für weitere 60 Flüchtlinge zu schaffen, die bis auf weiteres in Meerbusch bleiben können, wird auch das Pfarrzentrum St. Franziskus als Unterkunft hergerichtet. "Ich bin der Kirchengemeinde sehr dankbar, dass sie uns bei der immer schwierigeren Suche nach Plätzen unterstützt", sagte Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage. Auch für den Strümper Weihnachtsmarkt am 28. und 29. November, der unter anderem für seine Cafeteria Räume des Pfarrzentrums nutzt, werde eine vertretbare Lösung gefunden.

Quelle: RP
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