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Erkrath
2011 soll Erkrath leiser werden

Düsseldorf. Beim Ortstermin überzeugen die Vertreter der Bürger den Verkehrsminister Lutz Lienenkämper von der hohen Lärmbelastung. Noch unklar ist, ob die Forderung nach offenporigem Asphalt erhört wird. Von Jennifer Koch

Gegen die hohe Lärmbelastung in Erkrath soll 2011 etwas unternommen werden. Viel mehr konnte NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper bei einem Ortstermin in Kemperdick allerdings nicht versprechen. "Der Bodenbelag im Bereich des Autobahnkreuzes Hilden muss ausgetauscht werden, noch sind wir aber nicht soweit, dass wir uns für eine technische Variante entscheiden können", sagte Lienenkämper zu den Vertretern der Erkrather Bürger.

Die Initiative "Echt laut in Erkrath", der Bürgerverein Hochdahl, Bürgermeister Arno Werner, Landtagsabgeordneter Harald Giebels und Bundestagsabgeordnete Michaela Noll hatten Lienenkämper nach Erkrath eingeladen, um sich selbst ein Bild von der Situation zu machen. "Kaum eine Stadt ist so stark betroffen wie unsere", betonte Friedrich Faber, Vorsitzender des Bürgervereins Hochdahl. "Nahezu alle Stadtteile leiden unter dem Lärm."

Zuerst Staustellen beseitigen

Die Vertreter der Bürger erhofften sich von Lienenkämper eine Zusage zum so genannten offenporigen Asphalt. Dieser soll nach ihrem Wunsch bei der Erneuerung der A 3 flächendeckend aufgetragen werden. Das würde die Lärmbelästigung verringern. Lienenkämper erläuterte den Vertretern der Stadt den Zeitplan, der für die Veränderungen am Kreuz Hilden vorgesehen ist. An erster Stelle steht die Beseitigung der Staustellen am Kreuz von A 3 und A 46 und damit der Ausbau der Spuren. "Wir möchten die Situation für die Autofahrer entschärfen", sagt Lienenkämper. Gebaut wird vermutlich bereits im Herbst 2009. Neue Beschleunigungsstreifen und eine zusätzliche Spur sollen für weniger Rückstau am Autobahnkreuz sorgen. Die Bürgerinitiative "Echt laut in Erkrath" befürchtet, dass durch die Erneuerung in diesem Jahr bereits Fakten für den Austausch des Bodenbelags zur Lärmminderung 2011 geschaffen würden. "Ausgebaut wird nur ein Stück von 300 Metern", betont der Minister, die zusätzliche Spur entstünde vor allem durch die Hinzunahme des Standstreifens. Daher seien die Baumaßnahmen 2009 nicht richtungsweisend für die Wahl des Bodenbelags im Jahr 2011.

"Uns stehen 2011 alle Optionen offen", verspricht der Minister. Zusichern, dass der lärmreduzierte, offenporige Asphalt flächendeckend auf die Autobahnen kommt, wollte er jedoch nicht. "Wir hätten uns gewünscht, hier eine klare Zusage zu bekommen", sagt Ralf Peter Brinkmann von der Initiative. Auch Friedrich Faber ist enttäuscht: "Mir waren die Zusagen heute nicht konkret genug", sagt er. Lienenkämper möchte dennoch mit den Erkrather Bürgern im Gespräch bleiben. "Sicher ist, dass der Lärm in den kommenden Jahren reduziert wird", sagt der Verkehrsminister.

Quelle: RP
 
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