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Mettmann
250 neue Flüchtlinge kommen - Hephata kneift

Mettmann. "Wir waren optimistisch", sagt Bürgermeister Thomas Dinkelmann über den Verhandlungsstand mit der Hephata Stiftung. Ziel war, die leerstehende Immobilie am Benninghof anzumieten. Damit wären ausreichend Raumkapazitäten zur Flüchtlingsunterbringung bereit.

Doch anstelle Verträge zu unterzeichnen, sagte Hephata jetzt ab. Die Stiftung will nicht an die Stadt vermieten. Das teilte der Bürgermeister mit. "Das hat mich sehr enttäuscht", zumal, da die Verhandlungen bereits "detailliert waren und in die Tiefe gingen". Nun scheiterte das Mietverhältnis, weil die Stiftung nur dann vermieten wollte, wenn über dieses Mietverhältnis hinaus eine allgemeine Wohnnutzung des Benningshofs ermöglicht werde. Sagen die Mitarbeiter der Stadt.

Entscheidend war das Gespräch am vergangenen Montag, sagt Dieter Kalesse, Sprecher der Stiftung. "Die Stadt hat ihre Position deutlich verändert. Jetzt reduzierte sich das Interesse auf eine kurzfristige Anmietung von Teilflächen für die vorübergehende Unterbringung von Flüchtlingen. Bei einer solchen vorübergehenden Unterbringung von Flüchtlingen, also ständig wechselnden Personen, lässt sich das erforderliche, verständnisvolle Miteinanders von Flüchtlingen und Menschen mit Behinderung - realistisch betrachtet - nicht umsetzen."

Nun sucht die Stadt nach alternativen Standorten zur Flüchtlingsunterbringung. "Wir sind zurück in der alten Spur", parallel zu den Verhandlungen mit der Stiftung wurde geprüft, welche Liegenschaften oder Gebäude in Frage kämen. "Wir sind seit einem Jahr auf der Suche, da ist fast alles ausgereizt", sagt Stadtplaner Geschorec. Zwei Flächen werden jetzt der Politik vorgeschlagen: Der Event-Parkplatz an der Adresse Auf dem Pfennig sowie ein Grundstück am Benninghofer Weg. "Wir hoffen, dass man unserer Empfehlung folgt." Bis Jahresende wäre das Errichten zweier Container-Städte möglich. Kostenpunkt: etwa 1,5 bis 2 Millionen Euro. Notwendig werden die Unterkünfte, weil die Bezirksregierung Ansberg die Ankunft weiterer 250 Flüchtlinge angekündigt hat. Der seit Januar 2016 geltende Zuweisungsstopp für Mettmann ist beendet. Derzeit leben hier etwa 430 Flüchtlinge.

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