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Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt
Abriss ist keine Alternative

Mettmann. Die Fraktionen müssen eine Entscheidung über die Zukunft der Mettmanner Stadthalle treffen. Ob dies noch in diesem Jahr passiert oder erst im nächsten, ist ziemlich zweitrangig. Seit gefühlten 20 Jahren wird über die Laubfroschoper diskutiert. Und zwar in der Bürgerschaft und im Rat. Eines ist klar, ein Abriss ohne ein neues Kulturzentrum (an gleicher Stelle) wäre ein Nachteil für die Stadt. Es würde eine große Veranstaltungshalle in der Kreisstadt fehlen. Schulaulen sind keine Alternative. Die Stadt hat derzeit - und vermutlich auch nicht in den nächsten Jahren - kein Geld, um die Neandertalhalle allein auf Vordermann zu bringen. Vielleicht kann sich in Mettmann eine Bürgerbewegung bilden, die sich zur Aufgabe macht, die Halle zu sanieren und so zu retten. Mit einem Bürgerfonds ließ sich zumindest eine Anschubfinanzierung auf die Beine stellen.

Wenn jetzt die Fraktionen die Verwaltung kritisieren, nicht fristgerecht Entscheidungsvorschläge unterbreitet zu haben, lassen die Kommunalpolitiker außer Acht, dass sich die Mitarbeiter im Rathaus um viele "Baustellen" kümmern müssen: Innenstadt, Ausbau Breite Straße, Flintrop-Straße usw. Da steht die Neandertalhalle nicht ganz oben auf der Agenda.

Übrigens: Die Mehrheit der Mettmanner will die Stadthalle behalten. Bei einem Abriss (ohne Ersatz) wäre die Entrüstung groß.

christoph.zacharias@rheinische-post.de

Quelle: RP
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