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Mettmann
Alte Fabrik in neuem Glanz

Mettmann: Alte Fabrik in neuem Glanz
Vorstandsmitglieder des Mettmanner Bauvereins, Handwerker und Architekten hatten gestern zum Enthüllungsfest der Alten Fabrik eingeladen. Die Aulen Mettmanner unterhielten die Gäste mit Musik an der Drehorgel, „Schwiegermutters Lieblinge“ spielten Dixieland. FOTO: RPO
Düsseldorf. Der Mettmanner Bauverein hat die ehemalige Maschinenfabrik Burberg für zwei Millionen Euro saniert. Ins Erdgeschoss ziehen ein Fitness- und ein Kosmetikstudio. Zwei große Loftwohnungen liegen im 2. Obergeschoss. Von Christoph Zacharias

Ein „Enthüllungsfest“ feierte gestern der Mettmanner Bauverein mit vielen Gästen: Die Gerüste und Planen an der ehemaligen Maschinenfabrik Burberg an der Breite Straße sind verschwunden. Das vom Bauunternehmer Meinhard Sucker aus Erkrath restaurierte Ziegel-Sicht-Mauerwerk erstrahlt in neuem Glanz.

Im Dornröschenschlaf

Viele Jahre lag die Alte Fabrik in einem Dornröschenschlaf, ehe der damalige Vorstandsvorsitzende Host Masanek das Gelände und die zerfallene Fabrik vor vier Jahren für den MBV kaufte. „Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten war das Unsinn“, sagte Vorstandsvorsitzender Volker Bauer. Aber der Bauverein sei auch der Stadt Mettmann und ihren Bürgern verpflichtet, alte Bausubstanz zu erhalten. Man hoffe, in zehn Jahren mit dem Projekt eine Schwarze Null zu schreiben.

Dort, hinter der Breite Straße am Mettmanner Bach, schlug das Herz der Industrialisierung in Mettmann, wie Aulen-Vorsitzender Helmut Kreil in seinem historischen Exkurs erläuterte. Der Mühlenbauer Burberg hatte dort bereits um 1815 eine Fabrik errichtet, in der er Jahre später die erste Dampfmaschine in Mettmann betrieb, Gas und später Strom erzeugte.

Die Alte Fabrik erwies sich bei der Sanierung als „Wundertüte“, sagte MBV-Vorstandsmitglied Christoph Erven. Bis auf die Außenmauern musste das Gebäude entkernt werden, die Dachsimse waren heruntergebrochen, ein Giebel drohte einzustürzen, der Schornstein hätte einen Sturm nicht überstanden. Er wurde auf vier Meter gekürzt.

Die neuen Mieter stehen schon bereit: Das Fitness-Studio Bernefeld zieht von der Gottfried-Wetzel-Straße ins Erdgeschoss der Alten Fabrik, angegliedert ist ein Kosmetikmstudio von Petra Herfort. Im ersten Obergeschoss arbeiten künftig Menschen in zwei großen Büros. Und im 2. Obergeschoss leben Mettmanner in zwei schmucken Loftwohnungen mit je 140 Quadratmetern. Axel und Claudia Bernefeld eröffnen das Fitnessstudio Mitte November, alle anderen Mieter ziehen bis März ein.

Gerne würde der MBV auch das ehemalige Gelände der Firma Overhoff gleich nebenan bebauen, sagte Horst Masanek. Dort stehen alte Garagen und verfallene Handwerkshäuser. Doch die Kaufverhandlungen sind bislang gescheitert. Vielleicht, so Masanek, findet sich jemand, der diese „Trümmerlandschaft“ abreißt und bebaut.

Quelle: RP
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