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Mettmann
Alte wollen über alte Ideen reden

Mettmann. Ehemalige CDU-Ratsmitglieder und Ex-Stadtdirektor haben einen Freundeskreis gegründet. Sie haben Anträge für den Bürgerausschuss zur Stadtentwicklung formuliert. Der Jubiläumsplatz könnte teilweise überdacht werden. Von Christoph Zacharias

Sie selbst nennen sich "CDU Veteranen AG". Langjährige ehemalige Ratsmitglieder und ein Ex-Stadtdirektor haben sich zu einem Freundeskreis zusammengeschlossen. "Wir wollen aus unseren Erfahrungen ein Ideenbringer für die CDU-Fraktion und den Rat der Stadt Mettmann sein", sagt Ernst-August Kortenhaus, der 20 Jahre Mitglied im Rat der Stadt Mettmann war. Komplettiert wird die Runde mit Horst Masanek (20 Jahre Stadtdirektor), Joachim Sander (45 Jahre Ratsmitglied), Ottokar Iven (45 Jahre im Rat), Werner Siepen ( 25 Jahre im Rat), Hartmut Westerheide (25 Jahre Ratsmitglied) und Heinz Seidelmeier (15 Jahre im Rat).

Ihre erste "Baustelle" ist die Innenstadt. Die Granden der CDU haben bei einem Rundgang Defizite ausgemacht und Verbesserungsvorschläge entwickelt. "Die Wand am Aufgang Kirchentreppe muss hellgestrichen und das Geländer saniert werden", sagt Kortenhaus. Kritik äußert Sander an der Verkehrsbeschilderung in der Oberstadt. "Zu umfangreich, zu verwirrend", lautet sein Urteil. Nächste "Baustelle": Der Hof der Alten Posthalterei müsse als denkmalgeschützt eingestuft und in die Innenstadtplanung einbezogen werden. "Die Stadt muss mit dem Eigentümer verhandeln", sagt Sander. Kritik wird am schlecht gepflegten Zustand und am Wildwuchs des Pflasters in der Ober- und Mittelstraße geübt. Weiter geht ihr virtueller Rundgang zur Freiheitstraße: Sie fordern einen freien Zugang zwischen Türmchen/Café am Markt und Freiheitstraße. Dieser Durchgang, so Sander, habe früher existiert. Das schmiedeeiserne Tor der Evangelischen Kirche Freiheitstraße müsse dringend saniert werden. Die Stadt müsse der Kirche dabei unter die Arme greifen.

Für den Bürgerausschuss haben sie den Antrag formuliert, das Waschbrett mit einem lichtdurchlässigen Dach zu versehen. Darunter soll die alte Straßenbahn als Info-Punkt ihren Platz finden. Apropos Dach: "Der Jubiläumsplatz würde durch eine Überdachung aufgewertet werden", sagt Masanek. Eine öffentliche Toilette sei am Jubi unbedingt notwendig. Horst Masanek und seine Mitstreiter plädieren dafür, die Treppe vom Königshofplatz zum Lavalplatz mit Skulpturen zur Stadtgeschichte zu versehen, "damit für die Besucher klar ist, wo der Weg zur Oberstadt verläuft." Ein Bronzerelief der Innenstadt in Tischformat würde die Orientierung erleichtern und die Neugier auf die historische Oberstadt erhöhen. Schließlich plädieren die sieben Männer für eine Grünanlage auf dem Areal hinter der alten Fabrik (Overhoffsche Höfe) und für einen Durchgang zwischen ehemals Hoffstaedter und Jesse entlang des Mettmanner Baches in Richtung Stadtwald. Weitere Vorschläge werden folgen, sagen die Freunde.

Quelle: RP
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