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Mettmann
Anwohner gegen Straßensperrung

Mettmann. Nach dem Willen der Anwohner entlang der Berliner- und Nordstraße soll die untere Flintrop-Straße für den Individualverkehr geöffnet bleiben. Sie fordern außerdem Tempo 30 auf der Nordstraße. Von Christoph Zacharias

Die Hinweisschilder, die auf die neue Verkehrsführung in der Mettmanner Innenstadt aufmerksam machen, stehen. Sie sollten ursprünglich direkt nach der Eröffnung der Seibelquerspange am 2. Oktober aufgestellt werden.

"Das hat sich allerdings um vier Wochen verzögert", sagt Abteilungsleiter Stephan Kopp von der Stadtverwaltung. Autofahrer sollen mit den neuen Schildern auf die Seibelspange als Entlastungsstraße aufmerksam gemacht werden und mit ihrem Auto nicht über den Jubi, sondern über die Spange in Richtung Metzkausen und Ratingen fahren. Das Besondere: Das Verkehrsschild weist bereits auf die künftige Sackgasse am Ende der Johannes-Flintrop-Straße hin. Diese Verkehrsregelung besteht allerdings noch nicht, daher ist der Hinweis auf die gesperrte untere Flintrop-Straße bislang durchgestrichen.

"Wir werden aber das Stück zwischen Einmündung Schwarzbachstraße und Einfahrt KSK-Tiefgarage entweder vor oder nach Weihnachten für den Individualverkehr sperren", sagt Kopp. Eine Entscheidung, wann dies konkret passiere, steht noch aus. Die Stadt hatte sich zusammen mit der Politik darauf geeinigt, bereits noch in diesem Jahr mit Verkehrsschildern den späteren Soll-Zustand anzuzeigen. Und die Sperrung des kurzen Verbindungsstücks der Schwarzbachstraße sei unstrittig, sagte Kopp.

Die Interessengemeinschaft Nordstraße hat für den nächsten Bürgerausschuss (heute 4. November, 17 Uhr) einen Antrag formuliert, in dem sie fordert, dass die untere Flintrop-Straße nicht gesperrt wird, sondern für den Autoverkehr frei bleibt. Ferner schlägt die Interessengemeinschaft Tempo 30 von der Einmündung Seibelspange bis zur Breite Straße vor und die Grün-Zeiten der Ampeln sollten so reduziert werden, dass es für Autofahrer uninteressant sei, durch die Innenstadt zu fahren. Hintergrund: Die Anwohner befürchten, dass sich der gesamte ankommende und abfließende Verkehr über die Seibelquerspange, Nordstraße/Berliner Straße bewegen werde.

Wie Jens Teller, einer der Sprecher der Initiative, auf Anfrage mitteilte, habe er bislang aber den Eindruck, dass die Verkehrsbelastung auf der Nordstraße nach der Eröffnung der Seibelspange nicht zugenommen habe. "Dies ist allerdings eine subjektive Wahrnehmung." Positiv sei, dass der Schwerlastverkehr nach dem Ende der Bauarbeiten an der Seibelspange nachgelassen habe.

Die Stadtverwaltung weist daraufhin, dass der Kreis im nächsten Jahr die Knotenpunkte Elberfelder Straße/Bergstraße und Flurstraße/Beethovenstraße/Gruitener Weg so umbauen werde, dass Autofahrer einen Vorteil darin sehen, aus Richtung Wülfrath über die Osttangente in Richtung Düsseldorf und Autobahn zu fahren. In einem weiteren Antrag fordert die Interessengemeinschaft Nordstraße, dass die vorhandenen Parkplätze am Rande der Straße erhalten bleiben (Sie bleiben bestehen, sagt die Verwaltung) und das Tempo 30 auf der Nordstraße eingeführt werde. Dies sei grundsätzlich möglich, sagt die Stadt, dafür müsse aber ein Beschluss des Planungsausschusses aus dem Jahr 2009 gekippt werden. Damals hatte sich die Mehrheit im Ausschuss gegen Tempo 30 ausgesprochen.

Quelle: RP
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