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Mettmann
Anwohner klagen über Fremdparker

Mettmann: Anwohner klagen über Fremdparker
An der Marie-Curie-Straße gibt es derzeit ein neues Parkplatz-Suchspiel. Autofahrer kurven solange um den Neubaublock, bis sie einen Parkplatz gefunden haben oder parken im Wohn- und Gewerbegebiet. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Chaotische Zustände rund um die neue Agentur für Arbeit und das Jobcenter an der Marie-Curie-Straße. Es fehlen Parkplätze. Besucher weichen ins Neubaugebiet oder auf Privatflächen im Gewerbegebiet aus. Von Christoph Zacharias

Die Anwohner des Wohngebietes Karpendelle beschweren sich über Fremdparker in den Straßen der Siedlung und Geschäftsleute über "wildes Parken" im angrenzenden Gewerbegebiet. Bastian Lampert, der in der Karpendelle wohnt, sagt: "Seit der Fertigstellung der neuen Arbeitsagentur hat der Fahrzeugverkehr im nördlichen Bereich der Siedlung bereits stark zugenommen." Die Parkplätze der Arbeitsagentur reichten für Mitarbeiter und Besucher nicht aus.

Lampert weiter: "Auch im südlichen Bereich werden wir bald die Auswirkungen des neuen Road-Stop-Restaurants, des Motels und der Event-Halle bemerken, denn auch diese Parkplätze werden für die Mitarbeiter, Gäste und Hotelnutzer nicht mehr ausreichen. Erst Recht nicht, wenn zeitgleich zum Restaurantbetrieb auch Veranstaltungen stattfinden werden." Martina Wislicki, Anwohnerin der Paul-Klee-Straße bestätigt, dass viele Fremdparker im Neubaugebiet ihr Auto abstellen.

"Wir haben hier jeden Tag Party", sagt Hilmar Beckmann von Reifen-Wyngaard an der Rudolf-Diesel-Straße. Besucher der Agentur für Arbeit und des Jobcenters würden ihre Fahrzeuge teilweise so parken, dass die Einfahrt zur Werkstatt blockiert sei.

Ortstermin: Die 100 Parkplätze rund um die Agentur waren gestern Morgen um 10 Uhr alle belegt. Von den 250 Mitarbeitern müssen einige auf die Randbereiche rund um den Neubau ausweichen, um ihr Auto abzustellen. Hinzu kommen Besucher der Agentur und des Jobcenters, die ebenfalls einen Parkplatz für ihr Auto benötigen. Die Folge: Im gesamten Gewerbegebiet wird "wild" geparkt. Autos stehen quer auf Wiesen- und Randstreifen. Die Situation wird sich noch verschärfen, wenn auf den heutigen provisorischen Parkstreifen die Gehwege gebaut werden. Denn dann fallen viele dieser Plätze weg. Und die Gehwege sind unverzichtbar, da Bus- und Schwerlastverkehr über die Marie-Curie-Straße fährt.

Die Bewohner fordern, dass die Straßen im Wohngebiet zu reinen Anliegerstraßen werden. Es würde das Verkehrszeichen "Verbot für Fahrzeuge aller Art" mit dem Zusatzzeichen "Anlieger frei" gelten, jeweils aufgestellt an den beiden Zufahrten von der Rudolf-Diesel-Straße und der Marie-Curie-Straße zum Käthe-Kollwitz-Ring hin, sagt Lampert.

Wie Kirsten Kaufung vom Ordnungsamt der Stadt Mettmann mitteilt, könne nur die Straßenverkehrsbehörde eine Änderung der Verkehrszeichen erwirken. Das Ordnungsamt sei zuständig, wenn verkehrswidrig geparkt werde. Und dies sei bislang wohl noch nicht der Fall. Im Übrigen sei sie der Ansicht, dass der Parkplatz von Road Stop ausreichen werde und die Gäste nicht ins Wohngebiet ausweichen würden.

Claudia John, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit, kann die Klagen über zu wenige Parkplätze und Fremdparker nicht nachvollziehen: "Wir haben noch keine kritischen Stimmen gehört." Man könne keine zusätzlichen Parkplätze anmieten. Es bestehe zudem kein Anrecht auf einen Parkplatz. "Wir hoffen, dass sich die Lage entspannt."

Quelle: RP
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