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Arbeitsagentur: mehr Parkplätze sind Pflicht

Mettmann: Arbeitsagentur: mehr Parkplätze sind Pflicht
Die unbefestigten Seitenstreifen und die Bürgersteige dienen an der Marie-Curie-Straße als Parkfläche. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Derzeit herrscht Chaos an der Marie-Curie-Straße. Linie O13 soll auf dem Seibelparkplatz wenden und halten. Von Christoph Zacharias

Der Bauträger, der die Arbeitsagentur für Arbeit und das Jobcenter an der Marie-Curie-Straße gebaut hat, wird vermutlich ein zusätzliches Grundstück erwerben müssen, um das Parkplatzproblem zu lösen. Dies teilte Dezernent Kurt-Werner Geschorec im Planungsausschuss mit.

Seit der Eröffnung des Jobcenters und der Arbeitsagentur gibt es ein großes Parkplatzproblem. Die 100 Parkplätze rund um das Gebäude reichen hinten und vorne nicht. Sie werden hauptsächlich von den 250 Mitarbeitern genutzt. Die Besucher der Agentur und des Jobcenters, die ebenfalls einen Parkplatz für ihr Auto benötigen, parken entweder am unbefestigten Straßenrand oder suchen einen Stellplatz im angrenzenden Wohngebiet Karpendelle. Die Folge: Im gesamten Gewerbegebiet wird "wild" geparkt. Autos stehen quer auf Wiesen- und Randstreifen. Die Situation wird sich noch verschärfen, wenn auf den heutigen provisorischen Parkstreifen die Gehwege gebaut werden. Denn dann fallen viele dieser Plätze weg. Und die Gehwege sind unverzichtbar, da Bus- und Schwerlastverkehr über die Marie-Curie-Straße fährt.

Die Bewohner fordern, dass die Straßen im Wohngebiet zu reinen Anliegerstraßen werden. Dies lehnt die Verwaltung ab. Geschorec: "Wir können die Einhaltung dieses Verbotes nicht kontrollieren." Er ging auf die Vorgeschichte ein: Seit zehn Jahren gibt es keine Stellplatzverordnung mehr. Sie schreibt vor, wie viele Parkplätze angelegt werden müssen. Berechnungsschlüssel sind die Größe des Gebäudes, die Zahl der Mitarbeiter und Besucher. Der Bauherr rechnete dennoch und kam zu dem Ergebnis, dass 100 Parkplätze ausreichen würden. Diese Berechnung erwies sich als falsch. Jetzt hat die Verwaltung den Bauträger gebeten, eine Nachberechnung vorzunehmen, und zu sagen, wie er weitere Parkplätze schafft. Dies wird vermutlich nur mit einem zusätzlichen Grundstück gelingen. Im November, so Geschorec, soll ein Ergebnis vorliegen. "Wir müssen verhindern, dass weiter eine chaotische Situation im Gewerbegebiet herrscht und dafür sorgen, dass der Parkdruck im Wohngebiet wegfällt."

Buswendeplatz Die Mehrheit des Planungsausschusses folgte dem Vorschlag der Verwaltung zum Thema Buswendeplatz auf dem südlichen Seibelparkplatz. Nicht wie früher acht Buslinien werden gleichzeitig auf dem südlichen Teil des Parkplatzes halten und wenden, sondern nur noch die Linie 013.

"Die 013 fährt in der Spitzenzeit im 20 Minuten-Takt. Planmäßig hat die 013 eine Pausenzeit von 23 Minuten, so dass für vier Minuten zwei Busse gleichzeitig auf der Parkplatzfläche stehen", sagte Abteilungsleiter Kopp. Die 013 könnte dann auch die neu angelegten Bushaltestellen auf der Straße Schellenberg nutzen und die Fahrgastbeförderung bis dorthin gewährleisten. Die Busbewegungen werktags zwischen 6 und 22 Uhr würden somit um 70 Prozent gegenüber der zuvor angedachten Lösung reduziert. Anwohner und die CDU hatten eine Variante favorisiert, die eine Verlagerung der Haltestelle an die Seibelstraße vorsieht. Die Seibelstraße hätte teilweise als Einbahnstraße umgewidmet werden müssen. Dies hätte aber laut Verwaltung zu Mehrkosten und Verkehrsproblemen geführt.

Oberstraße Das Parken in der Oberstraße bleibt ein Thema: Die CDU hatte eine Anfrage im Planungssauschuss gestartet. Es gebe immer wieder Beschwerden wegen der unklaren Beschilderung am Eingang der Oberstraße. Die Verwaltung sagte zu, dass Thema noch einmal aufzunehmen und mit Anwohnern zu diskutieren. Erst am Mittwoch seien neue Beschwerden eingetroffen.

Quelle: RP
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