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Mettmann
"Aulen" sind gegen Namensänderung

Mettmann: "Aulen" sind gegen Namensänderung
Vorsitzender Friedel Liesenkloß (2.v.l.) ehrte beim Jahrestreffen (v.l.) Elke Ziganki, Dieter van Laar, Gerd Lieten und Renate Geldmacher für 60-jährige Mitgliedschaft bei den Aulen Mettmanner. FOTO: D. Janicki
Mettmann. Das Logo und die Homepage der Heimatvereinigung sollen aber einen moderneren Anstrich bekommen. Von Klaus Müller

Das war ein eindeutiges Votum bei der gut besuchten Jahresversammlung der Aulen Mettmanner in der Neandertalhalle. Vorsitzender Friedel Liesenkloß berichtete, dass aus den Reihen der Mitglieder der Vorschlag gekommen sei, den Vereinsnamen "Bürger- und Heimatvereinigung Aule Mettmanner" in eine zeitgemäßere Version zu ändern. Das Wort "Aule" werde mit "Alt" verbunden und sei daher für einige negativ besetzt. Es habe aber auch Stimmen gegeben, die sich gegen eine Namensänderung wandten. Er verlas ein Schreiben des langjährigen Mitglieds Christoph Zacharias, der mit einigen guten Argumenten erläuterte, was gegen eine Änderung spräche.

Der Vorsitzende ließ abstimmen, und der ganz überwiegende Teil der Mitglieder sprach sich gegen eine Namensänderung aus. Es bestand jedoch Einvernehmen, dass das Logo und die Homepage der Heimatvereinigung einen moderneren Anstrich bekommen sollen.

Zur Mitgliederentwicklung bemerkte der Aulen-Chef, dass diese leider rückläufig und mit aktuell 975 unter die früher übliche Tausender-Marke gerutscht sei. "Es gab Zeiten, da hatten wir sogar rund 1300 Mitglieder", sagte Liesenkloß. "Wir wollen durch entsprechende Aktionen wieder Mitglieder werben", machte er deutlich, dass dem Vorstand die rückläufige Entwicklung Sorgen bereite.

Er ging in seinem Bericht auch auf aktuelle Entwicklungen in Mettmann ein. So bemerkte er zur Netztrennung, dass die Aulen sich nicht an dem Aufruf zum Bürgerentscheid beteiligt hätten, weil sie die politische Entscheidung zur Netztrennung respektieren und die Auswirkungen auf die Praxis abwarten wollen. "Die Kaufleute kämpfen mit den Auswirkungen. REWE und Penny am Jubi wollen angeblich schließen. Wenn dies keine Katastrophe werden soll, ist schnelles Handeln dringend angesagt. Wir haben als Aule bereits vor einiger Zeit gefordert, dass sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen sollen."

Der bekannt kritische und diskussionsfreudige Aulen-Vorsitzende verwies darauf, dass bei der Gestaltung der Innenstadt nicht die Identität der Stadt Mettmann als Kommune im Niederbergischen vergessen werden sollte.

"Von den verantwortlichen Stellen gibt es bis heute keine Reaktion", so seine Anmerkung. Er mahnte zudem an, dass die Aulen bei historischen Funden mehr eingebunden werden möchten. So sei aus der Mitgliedschaft der Hinweis gekommen, dass im Bereich der Johannes-Flintrop-Straße früher zwei Brunnen gewesen wären. Die zuständigen Stellen der Verwaltung seien informiert worden - bei den Baumaßnahmen im dortigen Bereich hätten die alten Brunnen keinerlei Beachtung gefunden.

Auch hinsichtlich der Aufstellung der alten Straßenbahn und dem geplanten Platanendach als Ersatz für das Waschbrett am Jubi/Mühlenstraße hielt sich die Begeisterung des Aulen-Chefs sehr in Grenzen.

Bürgermeister Thomas Dinkelmann, der ein Grußwort sprach, verwies darauf, dass am Regiobahnhof Stadtwald ein modernes Kundencenter gebaut werden soll und die Regiobahn das Angebot gemacht habe, dort an exponierter Stelle für eine geschützte Unterbringungsmöglichkeit der historischen Straßenbahn zu sorgen.

Quelle: RP
 
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