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Mettmann
Ausstellung erinnert an Flucht und Vertreibung

Mettmann: Ausstellung erinnert an Flucht und Vertreibung
Erna Wruck, Ortsverbandsvorsitzende der Pommerschen Landsmannschaft, und KSK-Filialdirektor Thomas Döring stellten die Ausstellung vor. FOTO: DJ
Mettmann. "Ich glaube, das Thema ,Vergessen' ist immer das Gefährliche in der Geschichte", sagt der Direktor der Filialdirektion Mettmann der Kreissparkasse Düsseldorf, Thomas Döring, zur Eröffnung der Ausstellung "Vertrieben - und vergessen?".

Sie wurde von der Pommerschen Landsmannschaft Ortsgruppe Mettmann in Zusammenarbeit mit dem Heimatpolitischen Arbeitskreis der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen organisiert und erinnert vom 4. bis zum 22. September in 30 Tafeln an die Vertreibung der Pommern aus ihrer Heimat im Rahmen des Zweiten Weltkriegs.

Zur Eröffnung der Ausstellung waren neben dem Filialdirektor auch Vertreter der Pommerschen Landsmannschaft unterschiedlicher Städte, sowie Bürgermeister Thomas Dinkelmann anwesend.

Dieser betont die Wichtigkeit der Ausstellung: "Meine Generation ist keine Erlebensgeneration, sondern eine, die die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und der NS-Zeit erzählt bekommen hat." Diese individuellen Berichte sind dabei schwer nachvollziehbar, da die Schrecken von Krieg und Vertreibung nicht leicht zu begreifen sind. Deshalb betont der Bürgermeister, wie wichtig eine gute Erinnerungskultur ist und lobt dabei die Aufarbeitungs-Arbeit der Ausstellung in der Sparkassen-Filiale.

Außerdem dankt er der Pommerschen Landsmannschaft für ihr Engagement, allen voran Erna Wruck, Leiterin der Mettmanner Ortsgruppe. Sie hat beharrlich daran gearbeitet, diese Wanderausstellung, die bereits an 15 verschiedenen Orten gastierte, nach Mettmann zu bekommen.

Sie erklärt, dass sie es schon oft erlebt hat, dass Mettmanner Bürgerinnen und Bürger nur ein begrenztes Wissen über die Geschehnisse um Flucht und Vertreibung in Pommern haben. "Wenn Leute sich jetzt dafür interessieren, dann ist das sicher eine Bereicherung für Mettmann", sagt sie.

Die Veranstalter der Ausstellung sind sich einig, dass gerade die junge Generation über die Schrecken und die Folgen des Zweiten Weltkriegs informiert werden muss, damit die Erinnerung weiter lebt und als Mahnmal für künftige Generationen Bestand hat.

Der Bundesvorsitzende der Pommerschen Landsmannschaft, Adalbert Raasch, betont dies wirkungsvoll: "Wir möchten nicht ein zweites Mal vertrieben werden, dieses Mal aus der Geschichte und aus der Erinnerung."

(str)
 
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