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Mettmann
Baustelle stört - Einzelhandel stöhnt

Mettmann: Baustelle stört - Einzelhandel stöhnt
Die Arbeiter pflastern den Weg zum Lavalplatz. Fußgänger haben derzeit Schwierigkeiten, den richtigen Weg zur Straße Am Königshof zu finden. Geschäftsleute klagen über Umsatzeinbußen. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Die Arbeiten in der Mettmanner Innenstadt wirken sich auf die Kundenfrequenz aus. Stadt bittet um Verständnis. Von Christoph Zacharias

Gerhard und Anne Jacobs vom Schuhhaus Schmidt sehnen den Tag herbei, wenn die Pflasterarbeiten vor ihren Geschäft am unteren Lavalplatz abgeschlossen sind. "Die Beeinträchtigungen sind enorm", sagt Anne Jacobs. Erst standen die Bagger und Lastwagen vor der Ladentüre, jetzt werden die Pflastersteine verlegt. Und das Ganze ist mit gehörigem Krach verbunden. Ein ordentlicher Zugang zum Geschäft sei kaum möglich.

Die Mettmanner Innenstadt von der Neanderstraße, Freiheitstraße, Lavalplatz, Kleine Mühlenstraße bis zur Mühlenstraße ist derzeit eine große Baustelle. Gas- und Wasserversorger erneuern die maroden Leitungen, die Kanalanschlüsse und die Kanäle werden teilweise ausgetauscht. Die Stadt nimmt die Gelegenheit wahr und lässt ein neues Pflaster einbauen, pflanzt Bäume, tauscht die Straßenlampen aus und hübscht somit die Innenstadt auf.

Die gesamte Baumaßnahme wird vom Land bezuschusst, allerdings bleibt ein großer Teil der Kosten bei der Stadt hängen. Die Gesamtkosten der Innenstadtsanierung belaufen sich auf 2,1 Millionen Euro, rund 900.000 Euro davon werden öffentlich gefördert. Die Kosten für die Erneuerung der Versorgungsleitungen werden von den Energieunternehmen getragen.

Schon früh hat die Verwaltung auf Unannehmlichkeiten im Zusammenhang mit der Baustelle aufmerksam gemacht. Es gab Info-Veranstaltungen der Stadt zusammen mit Mettmann-Impulse. Das Amt für Wirtschaftsförderung hat mit der Werbegemeinschaft einen Aktionskatalog auf den Tisch gelegt, mit dem in der Baustellenphase für den Einzelhandel in der Innenstadt geworben werden sollte. Der Erfolg ist - bis auf die Musikveranstaltungen an den Freitagsabenden - eher mäßig.

Abteilungsleiter Stephan Kopp vom Tiefbauamt hatte gestern zur Baustellen-Information eingeladen. Der Stand der Dinge: Die Stadtwerke haben im unteren Bereich der Freiheitstraße sämtliche Leitungen verlegt und gespült. Derzeit werden die Häuser an die Hauptwasserleitungen angeschlossen. In zwei Wochen sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann verschwindet auch der große gelbe Saugwagen, der einen Höllenlärm macht. "Die sogenannten Einbindungspunkte werden bis Anfang November verschlossen", sagt Kopp. In der nächsten Woche rückt die Firma Kuhn an und erneuert die Kanalanschlüsse der Häuser. Diese Arbeiten sollen Anfang November in der unteren Freiheitstraße beendet sein. Die Pflasterarbeiten gehen vom Lavalplatz in Richtung Freiheitstraße weiter und sollen Ende November am Eingang der Fußgängerzone angekommen sein. Hier könnte es zu einer Überlappung der Arbeiten (Pflaster und Stadtwerke) kommen. Denn zeitgleich müssen die Stadtwerke die Hausanschlüsse an der oberen Freiheitstraße verlegen.

Ende November sollen die Bauarbeiten in der Innenstadt ausgesetzt werden, damit das Weihnachtsgeschäft nicht beeinträchtigt wird. In der Bismarck- und Neanderstraße gehen die Endausbau-Arbeiten allerdings weiter, so der Abteilungsleiter.

Quelle: RP
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