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Mettmann
Bauverein modernisiert Häuser

Mettmann: Bauverein modernisiert Häuser
Die Sanierung der Häuser an der Nourneystraße führt zu einer optischen Verbesserung des Straßenbildes. Die Geschäfte und Büros im Erdgeschoss werden ebenfalls aufgewertet. FOTO: RPO
Düsseldorf. Der MBV investiert 1,5 Millionen Euro in die Sanierung eines Gebäudekomplexes an der Nourneystraße 1-7. Bis Weihnachten sollen die Hauptarbeiten abgeschlossen sein. Das Projekt der Probau auf der anderen Straßenseite hat noch nicht begonnen. Von Christoph Zacharias

Der Mettmanner Bauverein hatte vor zwei Jahren die Häuser an der Nourneystraße 1-7 gekauft. Es handelt sich um vier aneinander gebaute Häuser, die in den 60er Jahren gebaut worden sind. Ursprünglich war geplant, diese Häuserzeile im Jahr 2009 umfassend zu modernisieren, sagt Volker Bauer, Vorstandsvorsitzender des Mettmanner Bauvereins.

Gebäude werden nicht aufgestockt

Doch die Arbeiten wurden zurückgestellt, weil die "zunächst zeitgleich geplante Aufstockung des Gebäudekomplexes um eine weitere Etage als unwirtschaftlich anzusehen ist." Der MBV hat nun damit begonnen, den Komplex (ohne Aufstockung) zu modernisieren. Eine große Aufgabe: Denn es handelt sich an der Nourneystraße um 24 Wohnungen, dreizehn Gewerbeeinheiten, 21 Garagen und einem Stellplatz. "Die Häuser sind schlecht isoliert, die Fenster haben eine Einfach-Verglasung, Wasser-, Abwasser- und Elektroleitungen müssen erneuert werden", sagt Volker Bauer. Und: Die Mieter, die zum Teil seit 50 Jahren dort wohnen, bekommen neue Bäder. Sie müssen während der Sanierungsarbeiten Einbußen in der Wohnqualität hinnehmen und teilweise umziehen. Das bedeutet: Sie ziehen während der Arbeiten in eine leerstehende Wohnung und dann nach der Sanierung wieder zurück. "Bis Weihnachten wollen wir die Arbeiten abschließen", sagt Bauer. Der Garagenhof wird im nächsten Jahre saniert. Das gilt auch für die Innentreppenhäuser, so Bauer. Der Mettmanner Bauverein hat die Häuser für 1,3 Millionen Euro gekauft und steckt jetzt noch einmal 1,5 Millionen Euro in die Sanierung. Kosten, die sich im Laufe der Jahre amortisieren müssen.

Phoenix-Projekt liegt auf Eis

Gegenüber auf der anderen Seite der Nourneystraße hatte der Bauträger Probau vor zwei Jahren ein großes Sanierungsprojekt "Phöenix Nourney" vorgestellt. Die Probau in Essen hat die städtischen Häuser an der Nourneystraße 8-10 gekauft und wollte sie komplett entkernen, modernisieren, aufstocken und anschließend die neuen Eigentumswohnungen verkaufen.

Die Sanierung sollte im September 2008 beginnen. Die Bauzeit beträgt laut Probau elf Monate. Geschäftsführer Daniel Boltz ging von einer Investitionssumme von rund zwei Millionen Euro aus. Die Baufirma wollte die Häuser komplett entkernen, nur die tragenden Wände sollten stehenbleiben. Eine Wärmedämmfassade war geplant, der gesamte Estrich sollte erneuert werden. Doch bislang ist an der Nourneystraße noch nichts passiert.

Wie Michael Dinstühler von der Vertriebsfirma realconcept-Immobilien in Velbert mitteilt, sei in den vergangenen zwei Jahren mehrfach umgeplant worden. Zunächst sollten Aufzüge eingebaut werden, dann wieder nicht, um den Kaufpreis zu senken und junge Familien eine Chance zum Kauf zu bieten. Dann ging es um die Frage, ob die Balkone nach vorne oder nach hinten angebaut werden.

Ein Problem sei auch die Finanzierung. Erst wenn 50 Prozent der Wohnungen verkauft sind, kann gebaut werden. Es habe bereits mehrfache Anfragen von Kaufinteressierten gegeben, doch konkrete Reservierungen seien nicht festzustellen.

Dinstühler bedauert die Verzögerung. Er habe bereits viel Arbeit in den Vertrieb investiert und hoffe, dass sich endlich etwas bewege.

Quelle: RP
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