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Mettmann
Bauverein setzt auf Service

Mettmann: Bauverein setzt auf Service
Der neue hauptamtliche Vorstand Volker Bauer (v.l.), sein Vorgänger Horst Masanek und der ehrenamtliche Vorstand Christoph Erven leiteten die Jahresversammlung des Mettmanner Bauvereins. FOTO: RPO
Düsseldorf. Älteren Mietern soll bei Behördengängen, Einkaufen oder beim Putzen geholfen werden. Auf der Jahresversammlung der Genossenschaft präsentiert Volker Bauer das neue Konzept den Mitgliedern. Von Sabine Schölling

In der Stadthalle fand am Dienstag Abend die 103. Mitgliederversammlung des Mettmanner Bauvereins statt. Auf ein ruhiges und erfolgreiches Geschäftsjahr blickte der Vorsitzende Volker Bauer zurück. Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2007 beträgt 328 070 Euro.

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Wahl von drei Aufsichtsratsmitgliedern. Jedes Jahr werden drei von insgesamt neun Aufsichtsratsmitgliedern neu gewählt und in diesem Jahr waren zwei bereits vor Ablauf ihrer dreijährigen Amtszeit ausgeschieden; Monika Zillekens und Volker Bauer selber, der in den Vorstand gewechselt war.

Nowodworski im Aufsichtsrat

Es kandidierten Landtagsabgeordneter Marc Ratajczak, Horst Masanek und Bodo Nowodworski, dessen Amtszeit auslief, sowie, aus den Reihen der Bauvereinsmitglieder an diesem Abend vorgeschlagen, der Mettmanner Diplom-Ökonom Rolf Breitmar, der Vorsitzender Geschäftsführer der Wohnungswirtschaftlichen Treuhand Rheinland Westfalen GmbH ist. Von 112 abgegebenen Stimmen wurden 109 gewertet – jeder Wähler hatte drei Stimmen. Bodo Nowodworski erhielt 94 Stimmen, Marc Ratajczak 80 Stimmen, Horst Masanek 74 Stimmen, Rolf Breitmar 48 Stimmen. Breitmar erzielte ein, so Bauer, respektables Wahlergebnis, das ihn aber nicht in den Aufsichtsrat brachte.

Neue Wege geht der Bauverein mit seinem Konzept des wohnbegleitenden Services. Bauer erklärte dazu: "Es reicht nicht aus, nur Wohnraum anzubieten, als Genossenschaft sind wir gefragt, mehr zu tun.

Wir werden alle älter und bleiben länger in unseren Wohnungen. Dafür wollen wir auch bauliche Voraussetzungen wie barrierefreie Zugänge schaffen; ein Pflegefall soll nicht wegen baulicher Zustände die Wohnung verlassen müssen." Klein anfangen will der Bauverein damit, aber Bauer hat bereits konkrete Entwicklungsstrategien. Zunächst das Vermitteln von Hilfe bei Behördengängen, Putzhilfe, Einkaufshilfe, für die Zukunft auch die Idee, Fachkräfte im MBV-Personalstamm zu haben, wie einen Sozialarbeiter beispielsweise.

Entgegen der Alterspyramide in Deutschland, zeichnet sich bei der Mitgliederschaft seit zwei Jahren eine Trendwende ab: die bis zu 40-jährigen nehmen zu, die Zahlen der über 60-jährigen Mitglieder sind rückläufig. Für 2008 erwartet der Bauverein nach Einschätzung von Volker Bauer, ähnlich stabile Gewinne wie im letzten Jahr.

Quelle: RP
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