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Mettmann
Berufsorientierung ist ein Erfolg

Mettmann. 800.000 Jugendliche haben an dem Projekt teilgenommen. Von Klaus Müller

Bei einem Besuch des Ausbildungszentrums der Kreishandwerkerschaft in Mettmann wies Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, darauf hin, dass das 2008 initiierte Berufsorientierungsprogramm, mit dem Schüler an die Berufswelt herangeführt werden, bundesweit ein großer Erfolg sei.

Seit 2008 hätten rund 800.000 Jugendliche daran teilgenommen. "Wir haben daher das eigentlich 2016 auslaufende Programm zunächst bis 2018 verlängert", sagte Thomas Rachel. "Jeder hat Talent, jeder kann etwas", so das Credo des Staatssekretärs. Mit dem Berufsorientierungsprogramm (BOP) der Bundesregierung, das mit den Bundesländern abgestimmt sei, "wollen wir jungen Menschen eine Idee davon geben, welche Talente und Stärken in ihnen stecken und wie sie diese später beruflich nutzen können." So würden die Chancen der Jugendlichen steigen, den für sie passenden Beruf zu finden oder einen passenden Schulabschluss zu erreichen. Der Staatssekretär machte jedoch nicht nur Werbung für die Berufsorientierungsmaßnahme, sondern hatte auch für diejenigen kreisangehörigen Bildungsträger Geldbescheide mitgebracht, die sich an der Umsetzung des Programms beteiligen. Er überreichte Bescheide in Höhe von insgesamt 143.750 Euro mit denen 575 Jugendliche der achten Klasse aus elf Schulen im Kreis unterstützt werden können. In den achten Klassen werden bei einer eintägigen Potenzialanalyse die Stärken und Interessen der Schüler ermittelt. Die jungen Leute setzen sich dabei mit ihren Talenten, ihren Kompetenzen, aber auch noch nicht bei ihnen entdeckten Potenzialen auseinander. Auf diese Analyse folgt eine Nachbereitung im Gespräch mit den Schülern.

Kevin Simon und Haysan Omayrat (beide 17) haben an der Berufsorientierungsmaße der Kreishandwerkerschaft teilgenommen. "Wir wollen den Hauptschulabschluss machen und hoffen, dass wir durch die Berufsfelderkundigung einen Hinweis erhalten, welche Ausbildung für uns die Richtige ist." Bei der Kreishandwerkerschaft hätten unterschiedliche Berufsfelder kennengelernt und haben bereits eine Entscheidung getroffen.

"Uns hat die Arbeit im Maler- und Lackierer Handwerk gefallen. Diplom Pädagogin Renate Schiparowski-Kürner von der Kreishandwerkerschaft lobte das Engagement und die Motivation der Jugendlichen. "Die haben unterschiedliche Schullaufbahnen, ziehen alle prima mit und wollen unbedingt einen Ausbildungsplatz."

Quelle: RP
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