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Mettmann
Bewegung in der Mathestunde

Düsseldorf. Die Grundschule am Neandertal ist Hauptpreisträger bei der Landesinitiative "Bewegungsfreudige Schule NRW". Immer wieder werden sportliche Elemente in den Unterricht eingebaut. Von Melanie Goeres

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4 b hüpfen, springen und drehen sich um sich selbst – und das mitten im Mathematikunterricht. Sie wollen damit nicht etwa den Unterricht stören oder gegen die Lehrerin revoltieren. An der Gemeinschaftsgrundschule am Neandertal wird sogar von den Kindern erwartet, ab und zu ihrem Bewegungsdrang freien Lauf zu lassen. Das gehört zum Programm der "Bewegungsfreudigen Schule".

Die Grundschule wurde jetzt zum zweiten Mal als "Bewegungsfreudige Schule NRW" ausgezeichnet. Anders als 2008, als die Schule zum Preisträger gekürt wurde, konnte sie sich in diesem Jahr den Titel "Hauptpreisträger" sichern und somit noch einmal steigern. Mit dieser Urkunde sind 1 500 Euro Honorar verbunden, welches für weitere sportliche Projekte genutzt werden soll.

"Heutzutage gibt es viel zu viele unsportliche oder übergewichtige Kinder", sagt Carmen Bryks, Schulleiterin der GGS. "Wir wollen die Kinder mit unseren Angeboten zum Sport anregen und sie motivieren", so Bryks. Die GGS am Neandertal ist eine von 28 Hauptpreisträgern in NRW. Teilnehmen konnten alle Schulen auf freiwilliger Basis. Beworben haben sich insgesamt mehr als 300 Schulen.

Voraussetzung, als Bewegungsfreudige Schule betitelt zu werden, ist die konsequente Durchsetzung der Leitideen, die mit dem Titel verbunden sind. Dazu gehören vier Stunden Sportunterricht in der Woche (im Lehrplan sind es lediglich drei), ein Unterrichtskonzept, in das immer wieder sportliche Elemente einfließen, sowie verschiedene Projekte, die im Laufe eines Schuljahres stattfinden sollen.

"Unser nächstes großes Ereignis ist der Zirkus Zapp Zarap im Mai diesen Jahres", sagt Bryks. Hier wird eine Woche lang mit den Organisatoren, den Eltern und freiwilligen Helfern geübt und trainiert. Die Kinder können sich aussuchen, ob sie in die Seiltänzer-, Feuerspucker- oder in eine andere Gruppe möchten und können das Ergebnis am Ende der Zirkuswoche vorführen.  Das Projekt ist mit Kosten von bis zu 9000 Euro verbunden. "Diese konnten mit Sponsorenläufen und Sportfesten zum Glück reingeholt werden" sagt Bryks.

Somit bleibt die GGS in ihren sportlichen Aktivitäten immer am Ball, im wahrsten Sinne des Wortes.

Quelle: RP
 
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