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Mettmann
Bruno Woda liest im Kunsthaus

Mettmann: Bruno Woda liest im Kunsthaus
Bruno Woda stellte sein Buch "Mistelernte" im Kunsthaus vor. FOTO: D. Janicki
Mettmann. Der neue Roman "Mistelernte" handelt von einem Beziehungsdrama. Von Hanna Eisenbart

Bereits zum zweiten Mal war Gerald Kaliwoda, genannt Bruno Woda, in Mettmann zu Gast, um im Kunsthaus aus seinem neuen Roman zu lesen. Der promovierte Naturwissenschaftler hat schon im Kindes- und Jugendalter gerne geschrieben und hat dieses Hobby nach seiner Pensionierung zum Lebensinhalt gemacht. Am Freitag, dem 13. , seit der Einführung des 13. Monatsgehalts kein böses Omen mehr, wie der Autor verschmitzt sagte, stellte er dem Publikum Auszüge aus seinem neuen Buch vor.

Die "Mistelernte" handelt von einem Beziehungsdrama, in das die Hauptfigur Theo mehr oder weniger hineinschliddert. Auf einer Geschäftsreise nach Madrid feiert er mit einem Kollegen den guten Abschluss eines Geschäftes an der Hotelbar. Und dann kam's, wie es kommen musste: zwei junge, gut aussehende Damen gesellten sich hinzu, und Theo war so angetan von der Professora für Deutsch und Englisch, dass er für die Nacht Frau und Sohn daheim vergaß.

Womit er nicht gerechnet hatte, war ein Erpresserbrief, der ihm von einem Fremden überstellt wurde. Da sich dieser Jack keine großen Kontobewegungen erlauben konnte, wurde eine monatliche Apanage vereinbart - daher auch die Mistel, eine Schmarotzerpflanze, im Titel. Bei wiederholten Besuchen im Hause Theos erschlich sich Jack das Vertrauen von Ehefrau Heike und Sohn Paul.

Zunehmend kriselt es in der Ehe, - die Besuche in Madrid und die von Jack führen eigentlich nur in die Sackgasse. In einem Restaurant bei einem vorzüglichen Tempranillo genehmigen sich Theo und Arabella eine weitere Nacht: 200 Euro oder die ganze Nacht für 500 Euro. Der Tempranillo wurde dann auch in der Pause gereicht - ein wohlschmeckender Gag zum Käse. Zu feige, sich zu entscheiden, wird die Entfernung zwischen Theo und Heike immer größer.

Dennoch will Theo heim zu Frau und Sohn. Er versucht seine Heike zu erreichen, dass er einen Tag früher heimkommen wird, aber sie ist mit Jack zu beschäftigt, den Hörer abzunehmen. Nicht sonderlich originell.

Tja, und wie geht's nun weiter? Da hilft nur eins: Das Buch ist über den Buchhandel zu erwerben. Oder auch nicht. Mit einer dem Froschkönig nachempfundenen Kurzgeschichte verabschiedete sich der schreibende Naturwissenschaftler.

Quelle: RP
 
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