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Mettmann
Bücherei feiert 100-Jähriges

Mettmann: Bücherei feiert 100-Jähriges
Gestalten das Jubiläumsprogramm (v.l.): Schauspieler Achim Brock, Marita Dubke, Rose Schlüter, Wilhelm Nolte und Bernhard Dreyer vom Förderverein, Karl-Heinz Kensche und Autor Horst Eckert. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Die Stadtbibliothek lädt im November zu vier Veranstaltungen ein. Horst Eckert stellt seinen neuen Thriller vor. Das Gespenst von Canterville tritt auf. Karl-Heinz Kensche plaudert über Gustav Mahler. Am 11.11 gibt es Häppchen. Von Isabel Klaas

Als vor 100 Jahren die Mettmanner Volksbücherei an der Gottfried-Wetzel-Straße gegründet wurde, sollte sie vor allem "Schmutz- und Schundliteratur" entgegenwirken. Liebesromane waren zum Beispiel verpönt. 1000 Mark gab die Sparkasse dazu, um dieses Ziel zu verfolgen. Heute kostet der Erhalt der Stadtbibliothek erheblich mehr. 29 000 Medien – Bücher, CD, DVD, Hörbücher, – stehen zur Ausleihe zur Verfügung. Darüber hinaus 30 000 Medien, die online auf E-Books, i-Pads und Smart-Phones geladen werden können.

Jeden Freitag Programm

"Ganz genau wissen wir eigentlich nicht, wann die Stadtbibliothek gegründet wurde. Wir gehen davon aus, dass es im November war", sagt Marita Dubke, die seit drei Jahren Büchereileiterin ist. Im November soll nun mit einigen Sonderveranstaltungen das 100-jährige Bestehen gefeiert werden.

So wird am 4. November der Schauspieler Achim Brock Das Gespenst von Canterville von Oskar Wilde spielen. Start ist um 19.30 Uhr. Am 11. November wird es zur Bibliotheksnacht ab 17.30 Uhr ein buntes Programm mit Sekt und Häppchen geben. Außerdem präsentiert der Förderverein der Bücherei auf einer Großleinwand die Geschichte der Medien. Es geht um die Entstehung des Alphabets, ums Lesen, Sehen, um Buchdruck, Gameboy, E-Book und Walkman. Eingeladen sind alle, die gerne lesen, hören und sehen.

Am 18. November präsentiert der Düsseldorfer Autor Horst Eckert seinen neuen Thriller Schwarzer Schwan. Ein bisschen daraus verriet Eckert gestern schon beim Pressegespräch in der Stadtbibliothek: "Es geht um die Finanzkrise 2008", erzählt er, "um zwei Morde, eine Entführung und um menschliche Abgründe."

Am 24. November lädt der Musiker und VHS-Dozent Karl-Heinz Kensche zu einem Mahler-Abend ein. "Ich möchte über den Komponisten und sein Werk, aber auch vor allem über seine spannende Persönlichkeit berichten, über den Erfolg einer eher lächerlichen Erscheinung, die sehr klein war, sich unvorteilhaft benahm und dazu auch noch unsympathisch wirkte", sagt Kensche.

Der Titel seines Vortrags, der musikalisch untermalt wird, lautet "Wie Gustav Mahler auf Freuds Sofa kam". Für die Unterstützung bei der Programmgestaltung dankte Marita Dubke vor allem Rose Schlüter von der Buchhandlung Schlüter und dem Förderverein der Stadtbibliothek mit Wilhelm Nolte an der Spitze.

Quelle: RP
 
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