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WÜlfrath
Bürger fordern Spielplatz im Neubaugebiet

WÜlfrath. Einzel- und Doppelhäuser sollen entstehen. Die Stadt informierte über die Pläne in Düssel. Von Thomas Peter

Auf dem alten Sportplatz Düssel soll ein neues Wohngebiet entstehen. Im Zuge der Bürgerbeteiligung im Bebauungsplanverfahren hat nun eine frühzeitige öffentliche Infoveranstaltung stattgefunden. Dezernent Martin Barnat und seine Mitarbeiterinnen Maike Mosch und Nina Bettzieche (Abteilungsleiterin) vom Planungsamt stellten im Gasthaus Wasserburg den aktuellen Stand der Dinge vor und nahmen Anregungen der Wülfrather entgegen. Noch stehen die Planungen ganz am Anfang.

Der Pachtvertrag mit dem TSV Einigkeit Dornap Düssel ist nach zähen Verhandlungen früher beendet worden und die Fußballer sind zum Erbacher Berg umgezogen. Die 1,7 Hektar große Fläche in städtischem Eigentum soll nun durch eine Flächennutzungsplanänderung von "Grünfläche, Zweckbestimmung Sportplatz" in Bauland für Wohnungsbau umgewidmet werden. Parallel dazu wird ein Bebauungsplan erstellt, der auf dem Gelände etwa 25 Wohneinheiten in Einzel- und Doppelhäusern vorsieht. Der städtischen Planung sind durch den Regionalplan der Bezirksregierung enge Grenzen gesetzt. Es darf nicht beliebig dicht gebaut werden, die Grundstücke wären rund 400 bis 500 Quadratmeter groß, und die Geschosszahl ist auf maximal zwei begrenzt.

Ein Schallschutz-Gutachten liegt bereits vor, zur Zeit läuft eine vorgeschriebene Artenschutzprüfung noch bis zum Herbst. "Es gibt einiges an Tiervorkommen dort, auch seltene im Bereich der Aue", sagt Umweltreferent Andreas Bornemann. Die Umweltschutzbehörde habe das Areal als "Naturschutzgebiet-würdig" eingestuft, aber das sei nicht verpflichtend. Gleichwohl müssen die Ergebnisse der Artenschutzprüfung berücksichtigt werden, so dass sich noch Änderungen im Bebauungsplan ergeben könnten. Außerdem muss noch geprüft werden, ob die Aufschüttungen aus den Jahren 1945 bis 1954 Schadstoffe enthalten.

Die Düsseler Bürger wollten zunächst wissen, ab wann gebaut wird und wie die Grundstückspreise aussehen werden, doch letzteres kann noch nicht abgeschätzt werden. "Wir wissen nicht, was für Kosten noch auf uns zukommen werden" so Martin Barnat. Für große Unruhe sorgte die Feststellung, dass kein eigener Spielplatz für das Neubaugebiet vorgesehen ist. Laut Spiel- und Freiflächenkonzept liegt das Areal im Einzugsgebiet des Dorfangers in Düssel, doch die Anwohner wollten nicht hinnehmen, dass ihre Kinder die stark befahrene Hauptstraße überqueren sollen. Generell müssten mehr Überwege und eine Ampel oder ein Kreisverkehr auf der Tillmannsdorfer Straße eingerichtet werden, um das Neubaugebiet überhaupt zugänglich zu machen. Die Verwaltung versprach, alle Hinweise in der weiteren Planung zu berücksichtigen.

Quelle: RP
 
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