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Wülfrath
Bürger sollen mitentscheiden

Düsseldorf. Die Stadtverwaltung lädt die Wülfrather für den kommenden Donnerstag ins Rathaus ein. Dort sollen Pläne für die städtebauliche Entwicklung der Innenstadt geschmiedet und diskutiert werden. Von Julia Hagenacker

Es geht darum, selber etwas zu bewegen, Ideen weiterzugeben, Entscheidungen zu beeinflussen – für eine schönere Innenstadt. Am kommenden Donnerstag, 20. August, haben die Wülfrather Gelegenheit dazu. Ab 18 Uhr lädt die Verwaltung zunächst zu einer Ausstellung ein, die zeigt, was sich in den vergangenen Jahren im Bereich Stadtentwicklung getan hat. Anschließend wird es ein erstes Bürgerforum geben, an dem sich jeder beteiligen kann, der sich beteiligen möchte. Titel: "Aktiv für unsere Innenstadt". Die Wülfrather sollen mitentscheiden dürfen, wie die Pläne aussehen, die der Politik ab Herbst zur Entscheidung vorgelegt werden.

Handlungskonzept

Basierend auf den Ergebnissen der so genannten Perspektivenwerkstatt 2015 wurde bereits ein Handlungskonzept für die Entwicklung der Stadt mit Städtbaufördermitteln erarbeitet. Dieses Stadtentwicklungsprogramm sieht konkrete Maßnahmen und Aufgaben für die Innenstadtgestaltung in den kommenden zehn bis 15 Jahren vor. "Das Land, genauer gesagt, das Ministerium für Bauen und Verkehr, hat uns bereits seine grundsätzliche Bereitschaft für die Förderung dieser Vorhaben signalisiert", sagt Bürgermeisterin Barbara Lorenz-Allendorff. Nun sei es wichtig, gemeinsam mit Bürgern, Immobilien- und Grundstückseigentümern, Einzelhändlern, Dienstleistern, Gastronomen und potentiellen Investoren gemeinsam Umsetzungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Ein Beispiel: die Verbindung von Alstadt und Goethestraße mit der geplanten Goethepassage. "Der Startschuss für die Abriss- und Bauarbeiten soll im Januar fallen", sagt Anja Haas vom Stadtmarketing. Ziel der Passagen-Investoren sei eine Eröffnung im Jahr 2010. Die Anbindung an die Altstadt wird unter anderem durch einen Umbau der Fußgängerzone "Im Spring" realisiert. Wie genau dieser Umbau aussehen könnte, sollen die Besucher des Bürgerforums mitbestimmen. Dasselbe gilt für die Neugestaltung der Wilhelmstraße zu einem attraktiven "Stadtboulevard".

Im Herbst wird das Investitionsprogramm mit den politischen Gremien beraten und dann stufenweise – im Rahmen der Haushaltsmöglichkeiten – voraussichtlich bis zum Jahr 2017 umgesetzt. "Das Problem, das wir als hoch verschuldete Kommune allerdings haben werden", sagt die Bürgermeisterin offen, "wird die Frage sein, wie und in welchem Zeitraum wir den jeweiligen Eigenanteil zur Umsetzung der Projekte stemmen können. Das wird dann von Maßnahme zu Maßnahme entschieden."

Quelle: RP
 
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