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Hösel
Bund zahlt neue Stelle fürs Museum

Hösel: Bund zahlt neue Stelle fürs Museum
Stephan Kaiser leitet das Oberschlesische Landesmuseum in Hösel. Er sagt zur neuen Kulturreferentenstelle: "Ratingen als Zentrum für oberschlesische Belange wird nachhaltig gestärkt." FOTO: Achim Blazy
Hösel. Das Oberschlesisches Landesmuseum baut seine Bedeutung weiter aus. Es wird eine neue Kulturreferentenstelle geben. Von Norbert Kleeberg

Das Oberschlesische Landesmuseum (OSLM) baut seine Bedeutung für Ratingen und die Region weiter aus. Es wird eine neue Kulturreferentenstelle geben, wie der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Beyer nach der Stiftungsratssitzung mitteilte. Das Museum spielt beim Blick auf die osteuropäische Geschichte eine tragende Rolle: In diesem Jahr wird der Inkraftsetzung des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrages vor 25 Jahren gedacht. Ebenso lange bietet das Landesmuseum Ausstellungen in den schlesischen Regionen des Nachbarlandes an.

Da traf es sich gut, dass die Bundesregierung im Frühjahr eine Neukonzeption ihrer Kulturarbeit beschlossen hat. Beide Aspekte, die Versöhnung und Verständigung mit Polen sowie die Pflege und Bewahrung der deutschen Kultur aus dem Osten, werden durch die finanzielle Förderung von Bund und Land ermöglicht.

Schon mehr als ein Jahrzehnt wirken dazu an Landesmuseen erfolgreich auch sogenannte Kulturreferenten. Diese qualifizierten Mitarbeiter sind eingebunden in die Kulturvermittlung am Museumsstandort. Darüber hinaus setzen sie eigene Programme im In- und Ausland um und verhelfen auch den landsmannschaftlichen Gruppierungen zu verbesserter Programmarbeit. Um eine solche Stelle in NRW für den Standort Ratingen zu erreichen, bedurfte es mehrjähriger Bemühungen. Es war Kärrnerarbeit. "Mit unermüdlicher Überzeugungsarbeit hat sich unser Stiftungsratsmitglied Peter Beyer in Berlin als überzeugender Botschafter für dieses einzigartige Museum hervorgetan", hob die Vorstandsvorsitzende der Trägerstiftung, die CDU-Landtagsabgeordnete Marie-Luise Fasse, bei der Stiftungsratssitzung hervor.

Beyer hatte nicht nur zahlreiche Bundespolitiker in seinen Wahlkreis, sondern auch in das OSLM geführt und dabei für die neue Stelle geworben. Durch deutsche Flüchtlinge und Vertriebene sowie Spätaussiedler aus Oberschlesien ist das Bundesland NRW geprägt und mit aufgebaut worden. Seine Wurzeln und Identität soll ein Kulturreferent in der Bildungsarbeit nutzen - so lautete das Anforderungsprofil. Die breite inhaltliche Ausrichtung und die zukunftsgewandte Versöhnungsarbeit unter Einbindung internationaler Partner hätten den Ausschlag gegeben, die Stiftung Haus Oberschlesien auszuwählen.

Museums-Direktor Stephan Kaiser betonte: "Diese Nachricht motiviert uns alle. Die Tätigkeit des Teams sowie unserer Partner findet so gebührend Anerkennung und bekommt neues Potenzial. Ratingen als Zentrum für oberschlesische Belange wird nachhaltig gestärkt."

Quelle: RP
 
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