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Erkrath
Bus für die Mitarbeiter

Düsseldorf. Stadt Erkrath und Kreis Mettmann wollen die Busanbindung des Gewerbegebietes Unterfeldhaus verbessern. Hierzu soll die Linie 737 verlängert werden. Wann der einjährige Probebetrieb startet, ist noch offen. Von Jürgen Fischer

Das Gewerbegebiet Unterfeldhaus soll durch öffentliche Busse besser erschlossen werden. Nach entsprechenden Vorgesprächen zwischen Stadt, Rheinbahn und Kreis Mettmann hat der zuständige Fachausschuss des Kreistages jetzt grünes Licht gegeben. Der Rat der Stadt Erkrath muss dem geplanten einjährigen Probebetrieb allerdings noch zustimmen. Dies werde jedoch nicht mehr rechtzeitig zur nächsten Fahrplanumstellung im Sommer erfolgen können, hieß es beim Kreis.

Über die Max-Planck-Straße fährt heute zwischen Rohrsmühle und Millrather Weg kein Bus. Erschlossen werden die Gewerbegebiete Max-Planck-Straße, Otto-Hahn- und Heinrich-Hertz-Straße über die Haltestellen "Erkrath Rohrsmühle" am Niermannsweg nahe der Gerresheimer Landstraße und die Haltestelle "Max-Planck-Straße" Ecke Millrather Weg. Damit müssen viele Angestellte zu ihrem Arbeitsplatz weitere Fußwege in Kauf nehmen als allgemein üblich.

Maximal 300 Meter zur Haltestelle

Bei innerstädtischen Haltestellen wird dabei ein Einzugsbereich von 300 Metern zugrunde gelegt. Heinrich-Hertz- und Otto-Hahn-Straße sind nach diesem Kriterium mit Bussen unterversorgt. Wer nicht laufen will, muss mit dem Auto zur Arbeit fahren. Diesbezüglich freilich sei die Anbindung Dank der naheliegenden Autobahnen A 46 und A 3 gut und nicht zu verbessern.

Eine Befragung in den Gewerbegebieten ergab eine Anzahl von etwa 180 potenziellen Fahrgästen pro Werktag. Dies hat die Stadt Erkrath ermittelt, nachdem entsprechende Anfragen nach einer Busanbindung von zahlreichen Unternehmen an die Stadt herangetragen worden waren. Bei den Überlegungen, das Busangebot zu verbessern, wollen Stadt und Kreis eine "zeitgemäße Gewerbepolitik durch ein attraktives Nahverkehrsangebot unterstützen".

Überlegt worden war auch, die Ortsbuslinie O 6 durch das Gewerbegebiet Unterfeldhaus zu verlängern, die über Millrather Weg und Max-Planck-Straße in Richtung Bergische Allee fährt. Dadurch wären jedoch Umsteigebeziehungen vor allem am Hochdahler Markt verschlechtert worden. Verworfen wurde auch eine Verlängerung der Linie 735, die heute ebenfalls am Neuenhausplatz endet. Diese Lösung hätte jedoch ein weiteres Fahrzeug mit den entsprechenden erheblichen Kosten plus Fahrer für die Stadt Erkrath bedeutet.

Die jetzt angestrebte Lösung mit der Linie 737 bedeutet dagegen lediglich eine Mehrleistung von 20 000 Kilometern pro Jahr, die mit dem bestehenden Fahrzeugpark und Personal bestritten werden kann. Dies kostet 16 000 Euro pro Jahr bei einem 20-Minuten-Takt montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr.

Quelle: RP
 
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