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Das ist Kerstin Griese (SPD)

Das ist Kerstin Griese (SPD)
Kerstin Griese ist 50 Jahre alt, geboren in Münster, Historikerin, SPD-Mitglied seit 1986, 16 Jahre gehört sie inzwischen dem Bundestag an. FOTO: red
Wie häufig Kerstin Griese im Flieger in all den Jahren die Strecke zwischen Berlin und ihren Wahlkreis bereits zurückgelegt hat, dürfte nicht mehr zu zählen sein. Es gibt etwa 22 Sitzungswochen pro Jahr; und jedes Wochenende fliegt die Ratingerin zurück nach Hause. Im Angertal geht sie gerne spazieren; in Wülfrath mag die Bundestagsabgeordnete, die im fränkischen Gerbrunn und in Düsseldorf aufgewachsen ist, die Gegend rund um den Zeittunnel. Sie freut sich, wenn dieser renoviert und modernisiert wieder eröffnet wird. Von Oliver Wiegand/günter Tewes

Im Jahr 2000 zog sie für die SPD in den Bundestag ein, damals als Nachrückerin und eine der jüngsten Abgeordneten. Schon zum fünften Mal bewirbt sich die Sozialdemokratin nun für den Einzug in den Bundestag. Ihr Kontrahent um das Direktmandat, Peter Beyer (CDU), ist ebenfalls ein erfahrener Parlamentarier - dem sie bei der vergangenen Wahl 2013 im Kampf um das Direktmandat mit rund 8,5 Prozentpunkten unterlag.

Gleichwohl konnte sie damals einen Achtungserfolg verbuchen, erhielt sie doch deutlich mehr Erststimmen als die SPD Zweitstimmen. Wenn es diesmal wieder so sein sollte, kann sie sich relativ sicher sein, dass sie in Berlin ihre Arbeit fortsetzen kann. Kerstin Griese steht auf Platz vier der Landesliste. Mit nahezu 99 Prozent Zustimmung haben die Parteifreunde die 50-Jährige auf diesem vorderen Platz abgesichert: "Das ist eine großartige Bestätigung für meine Arbeit, insbesondere als Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales." Vom Mindestlohn bis zu den Verbesserungen bei der Rente - viele Gesetze habe sie in dieser Position auf den Weg gebracht. Sozialpolitik zieht sich wie ein roter Faden durch ihren Lebenslauf. Es ist ein politischer Weg bei der SPD, zu dem als Studentin auch das Engagement in der Juso-Hochschulgruppe der Universität Düsseldorf gehörte. Gut erinnert sie sich noch an ihre erste Rede im Bundestag. Dies war damals kurz nach dem Anschlag in Düsseldorf auf die Synagoge. Als sie ans Rednerpult ging, fragte Guido Westerwelle, wer das denn sei. Es war ihr eine Herzensangelegenheit, dazu im Bundestag zu sprechen. Die Pfarrerstochter gehört dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an, ist seit der Jugend kirchlich aktiv.

Wahlkampf macht sie derzeit auch im Wohnzimmer. Menschen im Wahlkreis dürfen sie getrost dorthin einladen. Ihre Talk-Reihe "Kerstin Griese trifft ..." ist seit Jahren etabliert. Dazu hatte sie jetzt SPD-Urgestein Franz Müntefering nach Wülfrath gebeten. Die steigende Altersarmut macht ihr Sorgen. "Wer für höhere Renten sorgen will, muss bei der Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit, Lohndumping und unsicherer Beschäftigung ansetzen." Als die "Toten Hosen" kürzlich in Gelsenkirchen ein Konzert gaben, war Kerstin Griese unter den Zuhörern. Seit je her ist sie Fan der Rock-Band, die sich für Toleranz und gegen Rechtsextremismus einsetzt.

Kerstin Griese ist 50 Jahre alt +++ geboren in Münster +++ Historikerin +++ SPD-Mitglied seit 1986 +++ 16 Jahre gehört sie inzwischen dem Bundestag an.

Quelle: RP
 
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