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Mettmann
Das Schöne am Wandern sind die Gespräche

Mettmann. Schon in der ersten halben Stunde unseres Spaziergangs wird deutlich: So schön hatte niemand den Stadtwald in Erinnerung. Zwar wandern die RP-Leser, die am Samstag mit auf Heimattour waren, praktisch jedes Wochenende. Jedoch selten in der heimischen Heide. "Wir sind meistens weiter weg unterwegs", erzählen Gisela und Bernd Langner. Im August gehe es ins Fichtelgebirge. Auch deswegen hat sich das Ehepaar dazu entschlossen, bei der Tour direkt vor der Haustür mitzugehen. Von Gökçen Stenzel

25 Köpfe zählte die Truppe, die um 10.30 Uhr und bei bestem Wanderwetter an den "Zwölf Aposteln" aufbrach. Dagmar Volmer, Wanderführerin beim Sauerländischen Gebirgsverein Hilden, leitete die Tour, die zweieinhalb Stunden dauern sollte.

Erster Haltepunkt: das Denkmal für Ferdinand Lieven. Der Industrielle hatte den Wald Ende des 19. Jahrhunderts der Stadt Hilden geschenkt. "20 Jahre nach seinem Tod", erzählt Volmer, "wurde die Plakette zu seinen Ehren angebracht." Gefeiert wurde damals, 1929, übrigens schon in der Waldschenke. Eine weitere Ehre wurde Lieven dadurch zuteil, dass der älteste Baum im Südkreis Mettmann nach ihm benannt wurde: Die Lieveneiche war zweiter Haltepunkt des Rundgangs. Der riesige, in sich einmal verdrehte Baum beeindruckte die Wanderer.

Es sind diese Geschichten und die sich entwickelnden Gespräche, die das Wandern so reizvoll machen. Eine Dame erzählt, dass sie erst vor kurzem von Düsseldorf nach Hilden gezogen ist. Jetzt will sie ihre neue Heimatstadt samt der Natur besser kennenlernen. Während sie noch spricht, taucht ein Reiterhof auf, wir sind im Spörkelnbruch angelangt. Hier habe der Besitzer gewechselt, heißt es, offenbar stehen wir vor dem Haaner Falkenhof. Doch sicher sind sich weder Dagmar Volmer, noch die versierte Wanderführerin Lilo Klimm oder die SGV-Vorsitzende Ingeborg Voos, die beide ebenfalls mitwandern.

Fast wieder am Ausgangspunkt angelangt, bemerkt Andrea Holz, dass wir kaum anderen Wanderern begegnet sind. "Es stimmt nicht, dass es im Stadtwald permanent brechend voll ist", sagt Holz. "Man darf nur nicht immer die Wege gehen, die alle anderen auch gehen." Das ist offensichtlich gelungen. Alle gehen gut gelaunt auseinander.

Und dies sind die noch ausstehenden Touren: In Monheim entsteht die Hausbrauerei "Biermanufaktur". Hausherr Dieter Ritter bietet vorab exklusiv für RP-Leser eine Führung an, die Redakteurin Dorothee Schmidt-Elmendorff begleiten wird - und zwar Samstag, 1. August, um 10 Uhr. Treffpunkt ist an der Turnstraße 19. Die Werkfeuerwehr des Chemparks und die RP laden zum Perspektivwechsel ein: Es geht am Samstag, 18. Juli, ab 15 Uhr für sechs Leser samt jeweils einer Begleitung exklusiv mit der Teleskopmastbühne auf 30 Meter Höhe. Die Hunderunde startet am Samstag, 25. Juli, um 16.30 Uhr auf dem Parkplatz An der Bibelskirch, Hilden mit den RP-Redakteuren Isabel Klaas und Oliver Wiegand, die selbst Hunde haben.

Anmeldung unter redaktion.mettmann@rheinische-post.de, Stichwort Führung.

Quelle: RP
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