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An(ge-)dacht
Das Ziel erreichen

Mettmann. Am Sonntag findet der traditionelle Neandertallauf statt. Bereits zum 27. Mal wird dieses Sportfest veranstaltet, um sich im sportlichen Wettbewerb zu messen und auch, um die Begegnungen von vielen Sportlern über die Altersgrenzen hinaus zu ermöglichen. Sport kann begeistern und Menschen verbinden. Sport spielte auch schon zu Zeiten des Apostel Paulus eine große Rolle. In der Hafenstadt Korinth gab es alle zwei Jahre die "Isthmischen Spiele". Die waren im Grunde ganz ähnlich wie die Olympischen Spiele. Mit Sport kannten die Korinther sich also aus. Und deshalb vergleicht Paulus in seinem Brief an die Gemeinde in Korinth das Leben eines Christen auch mit dem eines Sportlers. "Ihr wisst doch, dass an einem Wettlauf viele teilnehmen; aber nur einer bekommt den Preis, den Siegeskranz."(1. Korinther 9,24). Am Ziel gibt's den Siegespreis. Damals und auch heute nur für den Ersten, für den Gewinner.

Der Apostel Paulus war damals fast rastlos unterwegs, um das Evangelium zu verbreiten, um die Botschaft Gottes weiter zu sagen. Paulus möchte uns mit diesem Bild des Langstreckenläufers ermutigen, das Leben auf ein Ziel, auf Gott hin, auszurichten. Allerdings gibt es bei dem Lauf, den Paulus beschreibt, einen Unterschied zum bekannten Wettlauf: Beim Lauf des Glaubens ist jeder ein Gewinner, der am Ziel ankommt. Paulus schreibt weiter an die Korinther: "Darum laufe ich wie einer, der das Ziel erreichen will."(1. Korinther 9,26).

Da gibt es diesen Siegeskranz für alle, die das Ziel erreichen. Da ist für alle ein Preis da. Wir müssen uns unterwegs nicht gegenseitig übertrumpfen, sondern wir dürfen uns gegenseitig auch unterstützen, uns ermuntern, uns weiterhelfen. Am Schluss steht Gott da, hängt uns einen Siegeskranz um und sagt: "Toll, dass Du durchgehalten hast. Schön, dass Du da bist. Du hast es geschafft". Mit seiner Liebe können wir gut durch unser Leben laufen.

Schön, dass beim Neandertallauf dieser Gedanke eine Rolle spielt. Jeder Teilnehmer, der das Ziel erreicht, erhält eine Urkunde und einen "Neander-Taler". Und so wünsche ich Allen, die am Neandertallauf teilnehmen oder sich auf dem Lauf des Glaubens befinden, dass sie am Ziel der Strecke ankommen.

DORIS TREIBER, DIAKONIN, EV. KIRCHENGEMEINDE ERKRATH -HOCHDAHL

Quelle: RP
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