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Mettmann
Den Azubis Zeit für Entwicklung lassen

Thomas Reys hat zwei Ausbildungen und zwei Meisterbriefe machen müssen. 2003 wurden dann zwei Handwerksberufe zu einem zusammengefasst: Aus dem Sanitärinstallateur, dem Heizungs- und Lüftungsbauer wurden der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Klassisches Rohrbiegen trifft modernste, computergesteuerte Haustechnik. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. "Und dafür brauchen wir nicht die Kandidaten mit den Einsern auf dem Zeugnis, sondern angehende Gesellen, die etwas lernen wollen."

Auf Bewerber zu warten, macht für den 57 Jahre alten Fachbetrieb "Reys Haustechnik" keinen Sinn. Neulich informierte einer der derzeit fünf Azubis in der Carl-Fuhlrott-Hauptschule 45 Minuten lang über den Beruf. Offenbar kam der Vortrag gut an. "Am Tag danach meldete sich ein Schüler für ein Praktikum", berichtet Reys. Solch eine Eigeninitiative zählt.

"Bei den Azubis darf man nie vergessen, dass die noch mitten in der Entwicklung stecken", sagt Reys. Das bedeutet keine Generalentschuldigung für jeden Schlendrian, das kann sich ein Unternehmen mit 21 Beschäftigten nicht leisten. Aber man müsse ihnen manchmal Zeit lassen. "Bei den meisten macht es im zweiten Lehrjahr klick", hat Reys beobachtet. Wer weiß, wofür er etwas berechnet, komme plötzlich auch mit der bis dahin ungeliebten Mathematik klar. Und wer Probleme von Kunden löse, gewinne zusätzliches Selbstvertrauen.

Quelle: RP
 
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