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Kreis Mettmann
Der Kreis nimmt 13.000 Einwanderer auf

Kreis Mettmann. Nie lag die Zahl der Zugezogenen aus dem Ausland höher als 2015. Zugleich zogen 6800 weg.

Die bundesweiten Zahlen, nach denen Deutschland im vergangenen Jahr so viele Einwanderer zählte wie seit Gründung der Bundesrepublik nicht, betätigen sich auch im Kreis Mettmann. Insgesamt kamen 30.682 Menschen neu hier an, von ihnen stammten 13.418 aus dem Ausland, die anderen sind Deutsche. Zum Vergleich: 2014 zählten die Statistiker 25.340 neu Hinzugekommene, davon 8120 aus dem Ausland, im Jahr 2005 waren es gut 21.000 Personen (4200). Eingerechnet sind hier allerdings auch die Umzüge, bei denen Menschen aus anderen Städten Nordrhein-Westfalens in den Kreis Mettmann kamen (Binnenwanderung). Nimmt man letztere heraus, bleiben 7640 neu angekommene Ausländer. Auf der anderen Seite steht die Zahl der Abgewanderten. Sie lag im Vorjahr bei 6880 Ausländern und 426 Deutschen - was bedeutet, dass die Zahl der Ausländer im Kreis unterm Strich um 7300 Personen gestiegen ist, NRW-Umzüge inbegriffen. Diese Zahl lag im Jahr 2014 noch bei 2234 und im Jahr 2005 sogar noch im Minusbereich (-45).

Tatsächlich spiegelt auch diese letzte Zahl einen damals bundesweiten Trend: Über Jahre hinweg war Deutschland durchaus kein Einwanderungs-, sondern ein Auswanderungsland. Die Zahl der Auswanderer lag vor allem in dem Jahrzehnt zwischen 2000 und 2010 weit höher als die Zahl der Einwanderungen. Die Wirtschaft reagierte damals mit der Einführung der Green Card, die floppte. Auch die Arbeitsagentur im Kreis Mettmann machte schon damals auf die dringend benötigten Arbeitskräfte aufmerksam, Forderungen nach qualifizierter Einwanderung wurden laut.

Der größte Teil der Einwanderer kam 2015 übrigens aus Europa (nach Fortzügen: 1943) - darunter führt Polen die Hitliste an. Weit dahinter rangieren Afrika und Asien, die Gruppe der Syrer sticht hervor. 1265 blieben im Kreis Mettmann.

(gök)
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