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Postskriptum Die Woche In Der Stadt
Der letzte Strohhalm

Erkrath . So langsam muss man sich wirklich Sorgen machen um den maroden Haushalt der Stadt Erkrath. Im Hauptausschuss wurde gestern über eine Zweitwohnungssteuer gesprochen, die etwa 45.000 Euro im Jahr bringt. Aber nicht nur das. Von Oliver Wiegand

Leicht erhöht werden soll auch die Vergnügungssteuer, die etwa für das Aufstellen von Geldspielautomaten bezahlt werden muss. Das sind noch mal 45.000 Euro in der Kasse. Auf dem Standesamt wird es auch teurer. Vor allem, wenn es um das Beschaffen von Unterlagen geht.

Es geht noch weiter. Im Moment mag man zwar nicht dran denken, aber wenn man im Frühjahr wieder draußen sitzen möchte, zahlen zumindest die Gastronomen ordentlich drauf. Ob dann Kaffee oder Bier teurer werden, bleibt abzuwarten. Vorgesehen ist eine Gebührenerhöhung für das Aufstellen von Tischen und Türen auf der Terrasse. Statt bislang 1,53 Euro pro Quadratmeter und Monat sollen es künftig 2,50 Euro sein. Zum Vergleich: Ratingen nimmt 5,50 Euro, Mettmann 3,50 Euro und Wülfrath ebenfalls 2,50 pro Quadratmeter Außenfläche.

Für Schützen- und Volksfeste soll ebenfalls mehr verlangt werden. Die Gebühren in Erkrath sollen von 15 auf 25 Euro pro Tag und nicht pro Quadratmeter steigen. Das schönste kommt aber noch : Kurz vor Weihnachten wird der Haushalt eingebracht.

Dann wird aller Voraussicht nach kein Weg mehr an der Grundsteuererhöhung vorbeiführen, die dann alle Bürger zahlen müssen. Mit etwa 100 Euro Mehrkosten im Jahr muss jeder Hausbesitzer rechnen, auf Mieter wird es anteilig umgelegt. Das wäre dann der letzte Strohhalm. Wenn das schief geht, wäre die Stadt in der Haushaltssicherung. Ohne jede eigene Entscheidungsfähigkeit.

(wie)
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