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Mettmann
Diakon freut sich aufs Seelsorge-Team

Mettmann: Diakon freut sich aufs Seelsorge-Team
Thorsten Kluck fühlt sich in der Kreisstadt sehr wohl. FOTO: dietrich janicki
Mettmann. Thorsten Kluck bereitet sich in der Gemeinde St. Lambertus auf seine Priesterweihe durch Kardinal Woelki vor. Von Klaus Müller

Von seiner Wohnung an der Breslauer Straße aus blickt er direkt auf die Ortskirche St. Thomas Morus, die zur katholischen Pfarrei St. Lambertus gehört. Seit August vergangenen Jahres lebt Thorsten Kluck in dem Haus, in dem auch die Nebenstelle des Pfarrbüros untergebracht ist. Er ist dort zunächst als Pfarrpraktikant eingezogen, der sich auf die Diakonen- und Priesterweihe vorbereiten soll. Am 22. Mai dieses Jahres, dem Dreifaltigkeitssonntag, wurde er in St. Bruno, Köln-Klettenberg, von Weihbischof Rolf Steinhäuser, dem früheren Stadtdechanten von Düsseldorf, zum Diakon geweiht. "Wenn alles nach Plan läuft, folgt im Sommer 2017 im Kölner Dom die Priesterweihe durch unseren Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki", nennt Thorsten Kluck den weiteren Weg. "Danach möchte ich für ein Jahr das Seelsorge-Team als Kaplan verstärken", fügt Diakon Kluck hinzu. Apropos Seelsorge-Team - "Ich wurde dort prima aufgenommen. Es macht Riesenspaß, mit diesem Team zusammenzuarbeiten. Mit Monsignore Pfarrer Herbert Ullmann habe ich zudem den idealen Mentor, der mich auf dem Weg zum Priesteramt begleitet."

"Thorsten Kluck ist trotz seiner immer noch jungen Jahre lebenserfahren. Er weiß, worauf er sich einlässt und hat die Erfahrung der Nähe Gottes in seinem Leben schon früh machen dürfen. Trotz seiner Beheimatung in der kirchlichen Messdiener- und Jugendarbeit sowie als Mitglied einer Schützenbruderschaft hat er sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, Priester zu werden, sondern erst einen bürgerlichen Beruf erlernt", sagt Ullmann.

Die Begleitung der Kommunionkinder und der Jugendlichen, die sich auf das Firmsakrament vorbereiteten, sowie die Erteilung des Religionsunterrichts an der katholischen Grundschule Neanderstraße führten dazu, dass er viele junge Leute kennenlernte. Thorsten Kluck macht deutlich, dass bei ihm bereits recht früh der Wunsch wuchs, Priester zu werden. Er studierte ab 2010 am Priesterseminar in Lantershofen/Ahr Theologie. "Bewerben dafür musste ich mich beim Erzbistum Köln. Die Auswahl bei den Bewerbungen traf der damals für die Priesterausbildung verantwortliche Direktor des Collegium Albertinum in Bonn. Dies war mein heutiger Mentor Monsignore Herbert Ullmann. So schließt sich also der Kreis."

Auch zum Zölibat äußert er sich. "Den Zölibat darf man als Priester nicht als Zwang sehen, sondern ihn als eine Gabe dafür empfinden, dass man sich mit großer Hingabe der Gemeinde widmen kann." Die nicht wegzudiskutierende zeitweilig auftretende Einsamkeit sollte durch vielerlei Kontakte mit Freunden und Bekannten kompensiert werden. "Ich habe jedenfalls einen großen Freundes- und Bekanntenkreis. Zudem bin ich in Kaarst-Vorst seit Jahren mit großer Begeisterung Mitglied der Bruderschaft, die zu den historischen Deutschen Schützenbruderschaften gehört."

Das von katholischen Laien-Organisationen geforderte Frauen-Diakonat sieht er mit Zurückhaltung. "Wir sollten froh sein, dass sich viele Frauen in der katholischen Seelsorge- und Gemeindearbeit engagieren. Ob dies unbedingt zum Frauen-Diakonat führen muss, sehe ich nicht unbedingt."

Quelle: RP
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