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Mettmann
Die besonderen Seiten von Mettmann

Mettmann: Die besonderen Seiten von Mettmann
Die Alte Posthalterei in der Oberstraße ist mit dem schönen Hinterhof ein Kleinod in der Oberstadt, das immer mehr verfällt. FOTO: Blazy, Achim (abz)
Mettmann. Wir haben die RP-Leser zu einer Heimattour durch die Kreisstadt eingeladen. Es gab viele überraschende Erkenntnisse. Von Oliver Wiegand und Achim Blazy (Fotos)

Über den Jubiläumsplatz gehen täglich Tausend Mettmanner Bürger. Doch was kaum einer weiß, "Sie stehen eigentlich im Wasser, hier war früher mal der Mühlenteich", sagte RP-Redakteur Christoph Zacharias bei seiner ganz persönlichen Stadtführung.

RP-Redakteur Christoph Zacharias (2.v.r.) auf dem Weg zum "Ömjang". Ein Weg, auf dem man früher die Stadtmauer umrundete. FOTO: Blazy, Achim (abz)

Die Rheinische Post hatte ihre Leser eingeladen, mit uns auf eine Heimattour durch Mettmann zu kommen. Unter den Teilnehmern, viele bekannte Mettmanner die glaubten, eigentlich schon jede Geschichte zu kennen. Doch dass Baudezernent Kurt Schielicke (im Volksmund der laufende Meter genannt) mal eine Hochstraße vom Schellenberg zum Adlerberg bauen wollte - das wusste kaum einer.

Man kann sich auch nicht vorstellen, wie die durch die Tallage ohnehin sehr schmale Innenstadt noch von einer Hochstraße überquert und damit quasi zerschnitten werden würde.

Einmal Kirchturm komplett bitte - St. Lambertus durfte auf dem Rundgang natürlich nicht fehlen. FOTO: Blazy, Achim (abz)

Vorstellen konnte man sich aber in den 1960er Jahren vieles. Mit dem Denkmalschutz hatte man es damals noch nicht so und deshalb wurden die Fachwerkhäuser, die noch direkt am Jubi standen, einfach abgerissen. "Die damals gebaute Kreissparkasse ist jetzt kurz davor, unter Denkmalschutz gestellt zu werden", sagte Zacharias. "Das darf ja wohl nicht wahr sein, jetzt veräppeln Sie uns aber", sagt ein Teilnehmer der Tour. Doch es ist so: Die Kreissparkasse steht für den Architektur-Stil der 1960er Jahre. Ob das so einzigartig ist?

Darüber konnten die Teilnehmer der Tour auch noch an den übrigen Stationen diskutieren. Was kaum einer kennt: Den "Ömjang" den alten Weg, der früher einmal um die Stadtmauer herumgeht. Ein Teil davon ist heute noch erhalten. Der früher einmal verdreckte und dunkle Ömjang wurde durch die Eigeninitiative der Interessengemeinschaft Oberstadt in Mettmann in ein Schmuckstück verwandelt.

Die Beckershoff-Villa soll bald schön beleuchtet werden. Im Garten findet sich eine extra angelegte Grotte. FOTO: Blazy, Achim (abz)

Ein Schmuckstück ist auch die Beckershoff-Villa, die bald mit Beleuchtung noch besser zur Geltung kommen soll. "Die ganzen modernen Häuser drumherum müssen Sie sich aber eigentlich wegdenken", sagte Zacharias. Nicht wegzudenken aus Mettmann ist auch die Alte Posthalterei, an der schon Goethe und Heine auf der Durchreise ihre Pferde wechselten. Das Gebäude verfällt, es gab und gibt immer wieder Pläne wie etwa eine tolle Weinstube dort einzurichten. Natürlich durfte ein Besuch auf dem Markt nicht fehlen, auch wenn das Schild, dass den Weg dorthin (und in die Oberstadt) weist, unansehnlich ist. Der Markt mit St. Lambertus ist bei einem solchen Rundgang Pflicht.

Quelle: RP
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