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Mettmann
Die Musik verbindet seit 150 Jahren

Mettmann: Die Musik verbindet seit 150 Jahren
Der Kirchenchor von St. Lambertus unter Regionalkantor Matthias Röttger feierte sein 150-jähriges Bestehen mit einem Festhochamt. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Der Kirchenchor St. Lambertus feierte gestern seinen Geburtstag mit einem Festhochamt. Glückwünsche überbrachte auch Weihbischof Dominikus Schwaderlapp, der anschließend schnell nach Rom reiste. Von Oliver Bruhns

Seit Wochen hatte sich der Kirchenchor St. Lambertus auf die Feier seines 150. Geburtstages und das Festhochamt zum Cäcilienfest vorbereitet. Mit der Gemeinde und Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp feierten die Sängerinnen und Sänger gestern eine bewegende Messe, die jedoch von den Terror-Anschlägen in Paris überschattet wurde.

In Zeiten von Not, Sorge und Ungewissheit sei es der Glaube, auf den vertraut werden könne, betonte der Kölner Weihbischof. Und gerade die Musik sei es, die oft mehr sagen könne als tausend Worte. Bei der anschließenden Feier im Johannes Flintrop-Haus zitierte er das Lebensmotto des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß "Dankbar rückwärts, mutig vorwärts, gläubig aufwärts", wünschte dem Kirchenchor Gottes Segen für die nächsten 150 Jahre - und entschwand nach Rom zum Rapport beim Heiligen Vater.

Auch Mettmanns Bürgermeister Thomas Dinkelmann würdigte die Chormusiker. Für ihn sei das Zusammentreffen mit derart engagierten Menschen "eine Art Schmerzensgeld für die sonstigen Mühen des Amtes". Nicht nur für die Musik, sondern auch für künftige Anliegen des Chores versprach er ein stets offenes Ohr.

Mit herzlichen Worten bedankte sich Msgr. Prof. Dr. Wolfgang Bretschneider, Präsident des Allgemeinen Deutschen Cäcilienverbandes (ACV) bei den Choristen unter Leitung von Regionalkantor Matthias Röttger, der zwischen den Redebeiträgen die Festgesellschaft immer wieder zum Singen animierte. "Dass es so schön werden würde heute Morgen, das hatte ich nicht gedacht, obwohl ich ja wusste, dass Sie überdurchschnittlich und motiviert sind", lobte Bretschneider und ergänzte: "Wenn wir nicht die Kirchenmusik hätten, die Chöre, das Singen, dann wären wir arm dran, denn eine Kirche, die sich nicht vernehmen lässt, könnten wir gleich ins Museum stellen." Musik stärke das Selbstbewusstsein und die Gemeinschaft, "sie hält frisch und verleiht Vitalität, das äußere Alter spielt dabei keine Rolle."

Katrin Fischer, die Vorsitzende des Kirchenchores von St. Lambertus, fand ebenfalls sehr persönliche Worte zum Jubiläum, die sie nicht zuletzt an die Familien der Sängerinnen und Sänger richtete: "Habt Dank, dass ihr uns den Rücken für das Singen frei haltet!" Denn abgesehen von regelmäßigen Proben und der musikalischen Bereicherung von Gottesdienst und Gemeindearbeit ist der St. Lambertus-Chor immer wieder auch auf Reisen - nicht nur nach Venedig, Limburg oder an die Ahr, sondern auch zu befreundeten Chören. Zum Jubiläum konnte Katrin Fischer so neben Vertretern Mettmanner Chöre auch eine Delegation aus Leichlingen begrüßen.

Quelle: RP
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